Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Ornamentenschatz
Person:
Dolmetsch, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1882183
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1884667
FRANZÖSISCHE 
UND 
DEUTSCHE 
RENAISSANCE. 
FLACHORNAMENTE 
VERSCHIEDENER_ 
TECHNIKEN. 
Einen besonderen Reiz haben die Erzeugnisse der verschiedenen Handwerke aus jener Zeit, da die Kunst 
an der Verzierung gewerblicher Gegenstände sich lebhaft beteiligte. Waffen, Kästchen, Geräte des täglichen 
Gebrauchs u. s. w. zeigen den mannigfachsten Schmuck, der bei Holz durch Einlage von Elfenbein u. s. w., 
bei Metall besonders durch Gravierung und Ätzung angebracht wurde. 
Zu Fig. 18-21 ist zu bemerken, dafs die sog. Fayencen (auch Henri-Deux-Gefässe nach der Zeit 
ihrer ungefähren Entstehung genannt) ihren Namen von einem französischen Schlosse haben, wo während 
der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts diese Thonwaren verfertigt wurden. Ihre Eigentümlichkeit besteht 
darin, dafs die Ornamente und Figuren niello-artig auf die Oberfläche aufgetragen sind; der Grund wurde 
wahrscheinlich je nach Bedürfnis entweder durch einen Model oder durch ein Werkzeug vertieft und diese 
Vertiefungen mit einer meist gelb und braun gefärbten Masse ausgefüllt. 
Fig. I. Boulearbeit an einer Wanduhr im Museum vaterländischer Altertümer in Stuttgart (französisch). 
„ 2 u. 3. Elfenbeineinlagen in Ebenholz an einem Tische daselbst (deutsch). 
„ 4. Holzeinlage von einem Himmelbett im goldenen Saale zu Urach (deutsch). 
„ 5 u. 6. Holzeinlage an einer Wandvertiefung im justizpalast zu Dijon (französisch). 
„ 7. Holzeinlage von" einem Schranke in Ravensburg (deutsch). 
„ 8. Silbereinlage an einem goldenen Humpen in der Schatzkammer des bayrischen Königs- 
hauses in München (deutsch). 
„ 9. Elfenbeineinlage an einer Pistole im kgl. historischen Museum zu Dresden (deutsch). 
„ IO. Flachrelief von einem Himmelbette im goldenen Saale zu Urach (deutsch). 
„ I I. Desgl. von einer Holzrahme mit vergoldetem Grunde im Muse de Cluny zu Paris (französisch). 
„ 12. Motiv zu einer Ätz- oder Gravierarbeit von Peter Flötner (deutsch). 
„ I3. Eisenätzarbeit an einem Vorhängeschlofs aus dem Stift Heiligenkreuz im k. k. österreich. 
Museum für Kunst und Industrie in Wien (deutsch). 
„ I4. Eisenätzung an einer Säge im kgl. historischen Museum zu Dresden (deutsch). 
„ I5 u. I6. Bordürchen auf dem Deckel einer vergoldeten Silberkassette von Wenzel jamnitzer 
in der Schatzkammer des bayrischen Königshauses in München (deutsch). 
„ I7. Motiv zu einer Ätz- oder Gravierarbeit (unbekannter deutscher Meister). 
„ I8 u. I9. Bordürchen an Oiron-Gefässen im Museum des Louvre zu Paris (französisch). 
„ 20 u. 21. Flächenmuster an Oiron-Gefässen daselbst (französisch). 
Flg. 
77 
n 
II nach Aufnahme des Fabrikanten C. Baur in Bibel-ach. 
7 „ „ „ Zeichenlehrers Bosch in Ravensburg. 
1-4 u. 10 nach Aufnahme des Zeichners Paul Haaga in Stuttgart. 
France du XV 
Das Übrige entnommen aus: 
"Sauvageot, Palais, chäteaux, Hötels et maisons de France du X 
„Reynard, ornements des anciens maitres", 
„Sauvage0t, musäe impärial du Louvre", 
sowie nach verschiedenen photographischen Aufnahmen. 
XVIII. 
Siäclec;
        

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