Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Ornamentenschatz
Person:
Dolmetsch, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1882183
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1884231
ITALIENISCHE 
RENAISSANCE. 
WAND- 
UND 
DECKENMALEREI. 
Am schönsten und edelsten stellt sich die dekorierende Wand- und Deckenmalerei der Hochrenaissance 
dar in den Werken Rafaels und seiner Schule, so besonders in den Loggien des Vatikans. Rühren hier 
auch die Malereien zum grofsen Teile nicht von seiner Hand her, so sind sie doch von seinen Schülern 
nach seinen Angaben und in seinem Sinne ausgeführt. Es läfst sich dabei nicht verkennen, dafs von 
grofsem Einilufs, namentlich für die Verbindung von Stuck und Malerei, die damals entdeckten Titus- 
thermen in Rom waren; allein sie reizten ihn nicht nur zur Nachbildung, sondern regten ihn hauptsächlich 
zur Schöpfung immer neuer und wechselnder Motive für Figuren, Guirlanden u. s. w. an. Und so bieten 
sich im Vatikan dem Beschauer in grofsartiger Fülle Malereien dar, bei denen das Verhältnis von Figur 
und Ornament, von Dekoration und Architektur und namentlich der Farben zu einander in feinster Weise 
zur Geltung kommt.  Bemerkenswert ist das Vorherrschen sekundärer Farben. (Fig. 2.) 
Von einem Schüler Rafaels rühren auch die Malereien im Palazzo Doria in Genua her. Stehen sie 
auch nicht auf gleich hoher Stufe, wie die Rafaelischen Werke, so sind sie doch in ihren Einzelnheiten 
durchaus schön und beweisen namentlich einen äufserst glücklichen Sinn für die Zusammenstellung der 
Über 
Anwendung 
kommenden 
Motive 
vergl. 
Taf. 45 
Bemerkte. 
Fig 
I. Deckenmalerei im Palazzo Doria zu Genua. 
2. Pilasterverzierung aus den Loggien des Vatikans zu Rom. 
3 u. 4. Füllungen in einer Fensternische im vatikanischen Museum 
daselbst. 
Nach einer 
Ori gi nalaufnahnme 
des Reg. 
Jäaumeisters 
Borkhardt 
Stuttgart. 
Das Übrige 
entnommen 
Letarouilly, 
Le Vatikan 
1a basilisque
        

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