Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Ornamentenschatz
Person:
Dolmetsch, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1882183
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1883756
Tafel 
ROMANISCH-GOTHISCH. 
GLASMALEREI. 
Obgleich schon im IX. Jahrhundert die Herstellung von farbigem Glas bekannt war, kann von Glas- 
malerei doch erst gesprochen werden vom Ende des X. jahrhunderts an. Damals wurden die ersten 
Versuche gemacht, in der Masse gefärbte Scheiben durch eine dunklere, aufgeschmolzene Farbe zu schattieren, 
und im XIII. Jahrhundert schritt man dadurch zu erreichen, dafs man auf 
dazu weiter, farbloses Glas, das jedoch g u beiden Seiten des Glases verschiedene 
immer einen grünlich-gelben Ton hatte, l 7  Farben auftrug.  Die fertig gestellten 
mit farbigem zu überziehen oder zu 2,5 22 2' 20 Gläser wurden dann schliefslich durch 
"überfangen" und inletzteres die Zeich- I5 Bleiruten zu der beabsichtigten Zeich- 
nung so einzuschleifen, dafs je nach w nung verbunden. 
Bedürfnis an einzelnen Stellen das u In der romanischen Periode 
Überfangglas eine gröfsere oder ge- L tragen die Glasmalereien noch ganz 
ringere Stärke erhielt oder auch ganz H H den Charakter von Teppichen an sich, 
entfernt wurde. Diese farblosen Stellen deren Stelle sie auch eigentlich ver- 
wurden dann oft noch mit einer an- treten. Die Fensterfläche ist mit Band- 
derenSchmelzfarbe bemalt, auch suchte und Blätterornamenten bedeckt, in 
man einen gröfseren Farbenreichtum deren Mitte sich aber schon frühe 
Medaillons mit kleinen bildlichen Darstellungen finden; seltener kommen stehende, das ganze Fenster aus- 
füllende Figuren vor. Die einzelnen Gestalten sind noch unbeholfen und in der Zeichnung fehlerhaft. 
Aus 
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der Kathedrale zu Chartres. 
„ Abteikirche zu St. Denis. 
„ Kirche St. Urbain zu Troyes. 
„ Kathedrale daselbst. 
„ „ zu Laon. 
„ „ zu Angers. 
„ Samariterkirche zu Bourges. 
„ Kathedrale daselbst. 
„ „ zu Chälons. 
„ St. Chapelle zu Paris. 
dem Münster zu Strafsburg. 
„ Chor der Oberkirche St. Francesco zu Assisi. 
der Kirche St. Paolo fuori le mura zu Rom (modern). 
Fig. 20-24. Aufgenommen von H. Dolmetsch.  Das Übrige entnommen 
HCahier et Martin, mälanges (Yarchäologieß 
„Gailhabaud, Parchitecture du V. an XVII_ siÄ-cle." 
„Louandre, les arts somptuaires." 
,.Lacroix et Serö, le moyen-äge et 1a renaissance."  
"Decloux et Doury, histoire de 1a St. Chapelle ä Paris," 
"Willemin, nmonuments frangais inädits pour servir ä l'histoire des arts." 
"Viollet-le-Duc, dictionilaire raisonnä de Parchitecture frangaise."
        

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