Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Ornamentenschatz
Person:
Dolmetsch, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1882183
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1883691
Tafel 
ROMANISCH. 
MANUSKRIPT-MALEREI 
UND 
EMAIL. 
Am 
freiesten 
konnte 
sich 
romanische 
Ornament 
Manuskript  
-Ma1erei 
bewegen, 
namentlich die grofsen Anfangsbuchstaben (Initialen) eine glänzende Behandlung erfuhren. (Figur I u. 2.) 
Die Tierwelt besonders zeigte sich hier in Verbindung mit Rankenwerk in den wunderbarsten, arabesken- 
artigen Darstellungen. Der Malgrund ist in der früheren Zeit golden, später buntfarbig. 
In der Schmelztechnik, von Byzanz nach Deutschland verpflanzt, brachten es die deutschen Künstler 
zu hoher Vollendung: nur nahmen sie zur Unterlage anstatt der kostspieligen goldenen Platten solche von 
Kupfer und anstatt des Zellenschmelzes bedienten sie sich des Grubenschmelzes, welcher sich dann auch 
in Frankreich verbreitete und hauptsächlich in Limoges zu einem Weltruf gelangte.  In der Regel wurden 
bei figürlichen Darstellungen nur der Hintergrund und die umschliessenden Ornamente auf diese Weise 
behandelt; die Figuren selbst liefs man in Metall stehen und gravierte mit dem Grabstichel die Einzelheiten 
Gewandumrisse u. s. w.) hinein, welche dann durch farbigen Schmelz noch deutlicher gemacht wurden. 
(Vergl. den Kopf bei Figur 20.) Figur 3 zeigt eine davon etwas abweichende Art der Schmelzbildnerei, 
indem hier gerade die Umrisse stehen bleiben und der übrige Teil der Figur durch Schmelz hergestellt 
wurde. Der erhabene Kopf ist wie bei manchen solchen Kunstgegenständen aus vergoldetem Kupfer und 
besonders aufgesetzt. Figur 6 u. II zeigen den in der Architektur so beliebten Zickzack- und Rundbogenfries. 
Initiale aus einem deutschen Manuskript (rheinische Schule). XI.  XII. Jahrhundert; 
in der Bibliothek in Paris. 
Initiale aus einem deutschen Manuskript des XII. Jahrh. aus einer Privatsammlung 
in Cöln. 
Reliquienkreuz aus der ersten Hälfte des XII. Jahrh. im Diöcesan-Museum zu Freising. 
Pilaster vom Schrein des h. Heribertus in der Benediktiner-Abtei zu Deutz. 
XII. jahrh. (Mitte.) 
Vom Schrein der grofsen Reliquien in Aachen. XII. Jahrh. 
Aus einer Sammlung in Bonn. XII. Jahrh. 
Verzierung vom Annoschrein in der ehemaligen Abtei zu Siegburg. XI. jahrh. 
Von einem Reliquienkasten im South-Kensington-Museum zu London. XII. Jahrh. 
Von einem Reliquienkästchen. XII. jahrh. 
Vom Tragaltar des h. Andreas im Dom zu Trier. X. jahrh. 
Flache Scheibe von vergoldetem Kupfer im Privatbesitz zu Bamberg. XII. Jahr-h. 
Heiligenschein von einem Schrein in der ehemaligen Abtei zu Siegburg. XI. Jahrh. 
Verzierungen an Vortragekreuzen in Essen. XI. Jahrh.  
Halbfigur eines Engels vom Schrein des h. Heribertus. Siehe Figur 4. 
Vom Schrein Karls des Grofsen in Aachen. XII. jahrh. 
Vom Mauritiuskasten zu Siegburg. XI. jahrh. 
Von einer Altarwand. XII. jahrh. 
Figur 
Renaissance." 
-24 sind Schmelzarbeiten. Entnommen aus: 
"Labarte, histoire des arts inclustriels." 
"Weerth, Kunstdenkmäler des christlichen Mittelalters in den Rheinlanden." 
"Becker und Hefner, Kunstwerke und Gerätschaften des Mittelalters und der 
„Hoffmann, les arts et l'industrie."
        

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