Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Anatomie von Hirsch, Reh und Ziege
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1881643
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1881965
lang, beim Hirsch im allgemeinen aber sehr lang sind, so 
daß die größten eine Länge von 2-21]? cm erreichen. Bei 
Reh und Ziege sind sie dünner und auch erheblich kürzer, 
so daß die längsten nur eine Länge von 141W cm haben. 
 Sie stehen in 2_3 Reihen hintereinander und ünden sich be- 
sonders an der dem äußeren Augenwinkel zugekehrten Hälfte 
des Lides. Am unteren Augenlide finden sich mit un- 
bewaifnetem Auge sichtbare Wimpern nicht. Die im inneren 
 Augenwinkel gelegene Tränenkarunkel ist klein und bei 
Reh und Ziege kaum als solche zu erkennen. Das dritte 
Augenlid zeigt die üblichen Verhältnisse. 
Unterschiede in der Schädelbildung zwischen Hirsch, Reh und 
Ziege, Die Unterschiede, die in der Bildung des Schädels 
und des Gesichtes zwischen Hirsch, Reh und Ziege auftreten, 
ergeben sich aus den Figuren 8, 10 und 11 auf Tafel 7. Es 
geht aus diesen Abbildungen ohne weiteres hervor, daß der 
Kopf des Hirsches verhältnismäßig länger und am hinteren 
Ende niedriger'ist als der Kopf von Reh und Ziege. 
Die 
Geschlechtsunterschiede bei Hirsch und Reh kommen ins- 
besondere dadurch zum Ausdruck, daß das männliche Tier 
im allgemeinen starker und kräftiger gebaut ist als das weib- 
liche Tier und außerdem das Geweih besitzt; selbst dann, 
wenn das Geweih abgeworfen ist, bleibt als Geschlechtsmerk- 
 mal immer noch der Rosenstock zurück, der deutlich hervor- 
ragt. Außerdem besitzen die männlichen Tiere an der Vor- 
haut sehr starke Haare, den sogenannten Pinsel. Dieser 
muß natürlich dem weiblichen Tiere fehlen, dafür linden sich 
aber beim weiblichen Tiere sehr lange Haare am unteren 
Schamwinkel. Weiterhin kommen Geschlechtsunterschiede 
deutlich in der Kopfbildung zum Ausdruck insofern, als beim 
männlichen Tiere der Kopf kürzer und am hinteren Teile (der 
Basis) höher und überdies im ganzen gedrimgener ist als beim 
weiblichen Tiere. Beim Ziegenbock tragt er außerdem gegen- 
über der Ziege viel längere und stärkere Haare, die zudem 
sehr oft ausgesprochen gewellt sind. Auch die Barthaare 
sind beim Bock zahlreicher und erheblich länger als bei der 
Ziege. 
        

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