Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Anatomie von Hirsch, Reh und Ziege
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1881643
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1881945
lage des Kinns und enthält die Schneidezähne (s. unter  
Soweit der Schneidezahnteil des Unterkiefers vom Zahnfleisch 
überzogen ist, kommt er nach dem Zurückschlagen der Unter- 
lippe zum Vorschein. Vom Backzahnteile des Unterkiefers 
liegt der dem unteren Rande benachbarte größere Teil der 
Seitenfläche direkt unter der Haut und dem dünnen Haut- 
muskel un_d modelliert sich infolgedessen äußerlich ebenso wie 
sein unterer, freier Rand. Der obere (Zahnfacb) Rand enthält 
jederseits die 6 unteren Backzähne, die wie die oberen vom 
1. bis 6. an Größe zunehmen. Zwischen dem ersten Backzahn 
und dem äußersten Schneidezahne bleibt eine größere, zahn- 
freie Lücke. 
Ein Vergleich der Figuren 15 u. 16 zeigt, daß das 2. Zehenglied (53) 
bei der Ziege ganz anders gestellt ist als bei Hirsch und Reh. 
Beim Hirsch und Reh reiht es sich fast geradlinig an das 
1. Zehenglied an, bei der Ziege hingegen ist es nach unten 
und hinten gerichtet, so daß es mit dem 1. Zehenglied einen 
stumpfen Winkel bildet. 
54 (Fig. 15 u. 16) 3. Vorderzehenglied (s. unter 13" S. 8). 
55 (Fig. 15 u. 16) Unteres Sesambßill. Es dient zur Ergänzung des 
letzten Zehengelenkes (Klauengelenkes). 
30 (Fig. 8, 10 u. 11) Unterkieferast.  Seine äußere Flache ist vom 
äußeren Kaumuskel (m in Fig, 7) bedeckt. An seinem unteren 
Rande liegt das Ende des Brustkiefermuskels (d in Fig. 7). 
Trotzdem hebt sich dieser untere Rand meist teilweise pla- 
stisch ab. 
(Fig. 15 u. 16) Ein oberes Sesambein (Sesambein des 1. Vorder- 
zehengelenkes). Die beiden oberen Sesambeine ergänzen an 
der hinteren Seite das Gelenk zwischen Hauptmittelfußknochen 
"und 1. Zehenglied. 
(Fig. 15 u. 16) Mittelfußzehengelenk oder 1. Z e h e n g e l e n k. 
Am 
Übergange des unteren Randes des Unterkieferastes in seinen 
hinteren Rand springt der Unterkiefer etwas nach hinten und 
unten vor. So entsteht die mit 
58 
(Fig. 15 u. 16) Gelenk zwischen 1. und 2. Zehenglied oder 
2. Zehengelenjz.   
(Fig. 15 u. 16) Gelenk zwischen 2. und 3. Zehenglied oder 
3. Zehengelenk (Klauengelenk). 
30' (Fig. 8, 10 u. 11) bezeichnete Unterkieferbeule.  
31 (Fig. 8," 10 u. 11) Gelenkfortsatz des Unterkiefers. Er hilft 
das Kiefergelenk bilden (s. unter 18 S. 16). 
38 (Fig. 7) Ende der Drosselvene (s. auch unter c S. 4). 
39 (Fig. 7) Angesichtsvene (V. facialis) mit ihren Endästen. Diese 
können sich bei dünnhäutigen Tieren trotz ihrer Bedeckung 
durch die äußere Haut plastisch abheben. 
44 (Fig. 7) Ohrspeieheldriise (Glandula parotis). Sie liegt abwärts vom 
Grunde der Ohrmuschel hinter dem Unterkieferaste, jedoch so, 
daß sie sich zum kleinen Teil noch auf den äußeren Kau- 
muskel erstreckt. Sie ist zwar größtenteils vom Niederzieher 
des Ohres (n in Fig. 7) bedeckt, kann sich aber bei dünn- 
häutigen, wenig behaarten Tieren plastisch abheben. 
Strecksehne 
unter 
Zwischenknochenmuskel , 
Fesselbeinbeuger 
Oberiiächliche 
Beugesehne 
63 
64 
(Fig. 15 u. 16) Tiefe Beugesehne (s. S. 11). 
(Fig.15 u. 16) Äußere Haut. 
65 
u. 65' (Fig. 12," 15 u. 16) Hornwand der Klaue. Bei der Ziege 
ragt der Tragerand der Hornwand über die Hornsohle hinaus 
und erscheint hier umgebogen und mehr oder weniger zer- 
klüftet (65' in Fig. 12), während bei Hirsch und Reh der 
Tragerand der Hornwand meist glatt ist und nicht über die 
Hornsohle versteht. 
50 
(Fig. 7) Hinteres Ende der Unterkieferdrüse (Glandula sub- 
maxillaris). Sie ist im übrigen von der Ohrspeicheldrüse be- 
deckt. 
66 
(Fig. 12, 13, 14, 15 u. 16) Sohlenüäche der Klauen. Der Teil, der 
die Zahl 66 trägt, gehört noch zum Hornballen, der sich nach 
hinten und oben erstreckt.  
51 
(Fig. 15 u. 1 6) U n t e r e s E n d e d e s "Hauptmittelfußknochens 
(s. unter 12 S. 8). 
52 
53 
(Fig. 15 u. 16) 1. Vorderzehenglied (s. unter 13 S. 8). 
(Fig. 15 u. 16) 2. Vorderzehenglied (s. unter 13' S. 8). 
67 
(Fig. 12, 13 u. 14) Afterklauen. Sie stellen kleine, rundliche oder 
dreiseitige Horngebilde dar, die seitlich an der Hinterfläche 
des Mittelfuß-Zehengelenkes sich beünden und beim Hirsch 
und Reh, nicht aber bei der Ziege, eine knöcherne Grund- 
lage besitzen (vgl. Fig. 2, 4 u. 6).
        

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