Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1879888
beide Vordergliedlnassen mit beiden Hintergliedmassen in der Bewegung 
alternierten. Es werden hierbei die beiden Hinterbeine fast gleichzeitig 
zum Vertreiben des Körpers verwendet; Hals und Kopf werden stark 
gestreckt, der Rücken sehr gespannt, dabei ist der Rumpf näher am 
Boden als bei anderen Gangerten; der Bauch berührt fast den Boden. Der 
Schulgalopp in der Reitbahn ist nicht mit der eigentlichen Galoppbewegung 
zu verwechseln. 
Der Sprung (s. Tafel 4 des Anhanges). Beim Springen über 
Hindernisse und zwar sowohl beim Hoch- als Weitsprung wird das 
Vorderteil durch Streckung der Vordergliedmassen, das Eingreifen der 
Rücken-, Gesäss- und Hinterbackemnilskeln erhoben und am Hinterteile 
getragen, der Schwerpunkt also zunächst nach hinten verlegt, wobei die 
Hinterbeine in eine geringe Beugestellung übergehen. Dann erfolgt 
plötzlich eine heftige Streckung der Hintergliedmassen mit Vorschnellen 
des Rumpfs, der Absprung: Der durch die Luft über das Hindernis im 
Bogen schnellende Rumpf wird von den Vorderbeinen (nur bei sehr ge- 
wandten Pferden fast gleichzeitig von allen 4 Beinen) aufgefangen, und 
dann gelangen erst die Hintergliedmassen, die scharf an die Vorderen 
herangezogen werden, zur Erde. 
Beim Weitsprunge sind die Vorderbeine ausgestreckt, beim Hoch- 
sprunge zurückgebogen (bei geübten Pferden). 
Die Bocksprünge der Schafe und Ziegen bestehen darin, dass der 
Körper durch alle 4 Gliedmassen gleichzeitig in die Höhe geschnellt wird. 
Besondere Bewegungen sind noch das Rückwartsgehen und das 
Schwimmen. Das Rückwärtsgehen wird durch Erheben des Halses 
und Kopfes und Streckung einer Vordergliedmasse, welche das Ver- 
schieben des Schwerpunktes nach hinten bezweckt, eingeleitet. Es folgt 
dann das Abheben und Rückwartspendeln einer hinteren Gliedmasse u.  w. 
Die Gliedmassen folgen einander in der Diagonale wie beim Schritte. Es 
wird aber im Gegensatz zur Vorwartsbevvegung jede schwebende Glied- 
masse erst niedergesetzt, ehe die sich streckende Gliedmasse abgehoben 
wird. Der Rumpf wird also stets Von 3 Gliedmassen gestützt. Das 
Rückwartsgehen erfolgt immer unter Schwanken des Rumpfs. Beim 
raschen Zurücktreten findet das Stützen auch nur durch 2 diagonale 
Beine statt. Dies und das Rückwärtstraben kommt nur bei geübten 
frieren vor.  
Während das Rückwärtsgehen für die grossen Haustiere sehr schwierig 
und anstrengend ist und besser im GBSChiFFG als frei geschieht, erfolgt 
dasselbe bei Hunden und Katzen leicht. 
Das Schwimmen erfolgt bei den Haustieren unter tiefem Eintauchen 
des Körpers, sodass nur der hochgehobene Kopf über der Wasseriiäche
        

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