Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1879811
Die Wiederkäii er knieen zum Zwecke des Xiederlegens unter dem 
Senken von Kopf und Hals zunächst unter Beugung der Xhrderfussgelenke 
mit den Vorderbeinen und zwar eins nach dem andern nieder und schieben 
die Hinterbeine möglichst weit vor; während sie die Gelenke der letzteren 
beugen, ziehen die betr. Muskeln den Rumpf nach einer Seite, sodass 
das Hinterteil auf die betr. Seite fällt. Die Tiere bleiben nun halbaut- 
gerichtet in der Weise liegen, dass das Hinterteil auf der Seite liegt, 
während das Vorderteil auf der Unterbrust ruht und Kopf und Hals auf- 
gerichtet getragen werden, zuweilen wird aucli der Hals nach der oberen 
Seite hin gekrümmt oder der Kopf auf den Boden gestützt. Die Vorder- 
beine sind untergeschlagen, ein Hinterbein liegt teilweise unter dem 
Rumpfe. Beim Schafe wird beim Liegen zuweilen 1 Vorderbein gestreckte. 
Das Aufstehen erfolgt in der Weise, dass zuerst das Hinterteil durch die 
Hinterbeine erhoben wird, ilvährend das Vorderteil auf der Unterbrust, 
 und dem lliittelfusse ruht. Es wird dann erst ein 
Vorderbein und dann das zweite vorgesetzt und durch Streckung der- 
selben das Vorderteil erhoben. Nach dem Aufstehen krummen die Tiere 
zunächst den Rücken nach oben und biegen ihn dann tief nach unten 
durch (sie strecken sich). 
Beim Schweine erfolgen das Niederlegen und Aufstehen ähnlich 
wie bei den Wiederkäuerii; oft beugen sie aber auch erst die hinteren 
und dann erst die vorderen Gliedmassen. 
Die Schweine liegen aber zum Ausruhen gewöhnlich platt auf der 
Seite, selten halb aufgerichtet. Das Aufstehen erfolgt zuweilen wie bei 
den Pferden, sodass erst das Vorder- und dann das Hinterteil erhoben 
werden; häufiger erfolgt das Aufstehen wie bei den Wiederkauern. 
Die Art und Weise wie sich die Hunde niederlegen, liegen und 
aufstehen ist verschieden. Das Niederlegen geschieht meist wie beim Pferde; 
es werden also alle 4 Beine zugleich stark gebeugt. Sie liegen oft auf der 
[Tnterbrust und dem Unterbauche mit vorwärts gestreckten Vorderbeinen, 
oder sie liegen platt auf der Seite u. s. w. Beim Aufstehen fussen sie 
mit allen 4 Beinen zugleich und strecken dieselben. Bei ihnen kommt 
aber auch noch eine sitzende Stellung vor, in welcher das Hinterteil auf 
den Sitzbeinen und den irorwarts gerichteten Hinterbeinen ruht, während 
das Vorderteil von dengaufrecht stehenden Vorderbeinen getragen wird. 
Oft rollen sich die Hunde und Katzen auch beim Liegen zusammen. 
Diese Tiere nehmen auch noch andere Lagen und Stellungen zum Aus- 
ruhen ein, auf die nicht Weiter eingegangen werden soll. 
Das Hintenausschlagen der Tiere (Textiig. 32 u. 4.5) erfolgt entweder 
nur mit einem oder mit beiden Hinterbeinen. Das erstere besteht nur 
in einem Rückwärtsstrecken eines Hinterbeines, nachdem der Schvver-
        

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