meisten hervortritt. Beim Schweine liegt am vorderen Ende der
Xasenscheidewand eine keilförmige Knochenscheibe, das Rüsselbein,
wodurch das vordere Ende der Nase erheblich verbreitert wird. Beim
Pferde sitzen am freien Ende der Nasenscheideivand die sogen. Flügel
knorpel, zwei gebogene Knorpelstabe, die in der Mittelebene des
Körpers einander in einem Punkte berühren und derart zu einander ge-
lagert sind, dass sie eine Xförmige Figur bilden. Das obere, an der
Spitze des Xasenbeins liegende Ende jedes dieser beiden Knorpel geht
in eine horizontale, die Stütze der Nasenspitze bildende Knorp elp l atte
aus, während das untere Ende dieser bogigen, die Grundlage des inneren
Nasenflügels bildenden Knorpelstabe nach oben und aussen umgebogen
ist und unten im äusseren Nasenliügel liegt. Bei den anderen
Haustieren fehlen die X-Knorpel; sie werden durch das vordere Ende
(Nasenlochende) der Nasenscheidewand und der Seitenwandknorpel ersetzt.
Vor den unteren Seitenwandknorpeln liegt bei diesen Tieren ein kleiner,
nach oben gebogener Ansatz knorp el, der dem ausseren Nasenflügel als
Stütze dient, also das untere, aufivarts gebogene Ende der X-Knorpel des
Pferdes ersetzt.
In der ausseren Seitenwand der Nase liegen da, wo die knöcherne
Grundlage fehlt, also vorn (hinter den Nasenlöchern) gebogene Knorpel-
platten, die oberen und unteren Seitenwandknorpel. Die
oberen entspringen vom oberen Rande des vorderen Teiles der Nasen-
scheidewand und sind nach unten gebogen. Die nach oben ge-
bogenen unteren Seitenwandknorpel entspringen vom unteren Rande der
Scheidewand oder von der unteren Nasenmuschel. Beim Pferde fehlen
die unteren Seitenwandknorpel; die oberen sind bei diesem Tiere so un-
bedeutend, dass sie sich nur im Dach des lüingangsabschnittes der Nasen-
höhle finden. Bei diesem Tiere hat also die seitliche Nasenwand vorn
keine Skelettstiitze, sie besteht nur aus Häuten und Muskulatur und ist
demnach weich, weiche Nase. In der weichen Nasenwand findet sich
die den Einhufern eigentümliche Nasentrom pete, eine vom oberen
Winkel des Nasenlochs ausgehende, nach hinten bis zum sogen. hinteren
Nasenwinkel reichende, blinde, sackartige Einstülptuig der äusseren Haut
(s. unten). Die anderen Nasenknorpel (gerade und Sförmige Knorpel)
sind plastisch ohne Bedeutung.
b) Die Ohrknorpel. (Fig. 37, Taf. 6 Pferd und Fig: 65, dlaf. 15
Rind.) Am äusseren Ohr haben wir den Muschel-, den Ringknorpel und
das Knorpelschild zu unterscheiden. Der Muschelknorpel bildet die Grund-
lage der Ohrmuschel und bestimmt die Gestalt derselben; die Ohrmuschel
hat im grossen und ganzen die Gestalt einer weit offenen Düte; je nach der
Tierart und Tierrasse ist die Form dieser Düte verschieden (s. Äusseres).