Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1879663
Gesichtsschadel, der fast unter den Hirnschadel tritt, schwach 
entwickelte oder fehlende Muskelkamme (Stirnkamme, Pfeilkamm, Genick- 
kamm u. s.  eine tiefe Stirnnasenfurche (Glabella), stark abstehende J och- 
bogen u. s. w. Dadurch, dass bei den kurzköpfigen Hunderassen die J och- 
bogen weit vom Schädel abstehen, gestaltet sich bei ihnen das Verhältnis der 
Länge zur Breite des Kopfes (letztere zwischen den beiden Jochbogen 
gemessen) wie 1,0 : 0,84-0,9, sodass der Kopf fast kugelig erscheint, 
während bei den langköpfigen Rassen das Verhältnis 1,0 : 0,6-0,65 ist; 
bei ihnen überwiegt also der Langsdurchmesser den Querdurclnnesser 
ganz erheblich (um V3). 
Der Hirnschadel ist am breitesten in der Querebene der hinteren 
Wurzel des Jochbogens und verschmalert sich gegen das Genickende. 
Der Scheitel ist H1. 0. w. stark gewölbt und event. mit einem starken 
Pfeilkamme versehen. Die gewölbte Stirn ist in der Mitte grubig vertieft, 
welche Grube sich auch auf den Nasenrücken in Form einer rinnigen, 
medianen Vertiefung erstreckt. Bei den langköpiigen Hunden fallt die 
Stirne nur sanft, bei den kurzköpiigen dagegen steil zur Nase ab. Das 
schmalere Genickende wird vom Hinterhauptsbeine gebildet. Das Mund- 
nasenende ist je nach der Rasse mehr spitz oder stumpf. Das Schadeldach 
geht ohne scharfe Grenze (wie beim Pferde) in die Seitenflachen über. 
Der J ochbogen ist stark nach aussen vorgewölbt. Der J och- 
fortsatz des Stirnbeins ist ebenso wie beim Schwein nur rudimentär vor- 
handen, sodass am Skelettkopf Schlafengrube und Augenhöhle zusammen- 
fliessen. Im übrigen findet sich bei diesen Tierarten ein Augenbogenband, 
welches den Augenbogen- (Joclr) Fortsatz ersetzt. Eine Jochleiste fehlt. 
Die Seitenflache des Gesichtsschadels ist an dem Unteraugenhöhlenloche, 
welches über dem  Backenzahne liegt, grubig vertieft. Bei den 
kurzköpiigen Hunden zeigt die Proiillinie an der Grenze des Gesichts- 
und Hirnschädels oft eine Einbiegung (quere Einsenkung). Das vordere 
Ende des Gesichtsschadels enthält 6 Schneidezähne und jederseits 1 
Hakenzahn. 
Der Unterkiefer enthält im vorderen Teile 6 Schneidezähne und 
jederseits einen kräftigen Hakenzahn; der untere Rand des Kiefers ist 
schwach konvex; da, wo er in den hinteren Rand umbiegt, beiindet sich 
ein besonderer, hakenartiger Fortsatz, der Kaum uskelfortsatz; der 
Schnabelfortsatz ist hoch und breit. 
Der Kopf der Katze (Textfig. 17) ist fast kugelig; der Gesichts- 
schädel ist sehr kurz, sodass ihn der Hirnschadel an Länge überragt. 
Die Schädelbreite ist Wenig grösser als die, halbe Schädellange. Im 
übrigen ist der Schädel der Katze dem des kurzköpfigen Hundes sehr 
ähnlich. Der Katze fehlen die mittlere rinnige Vertiefung am Nasenriicken
        

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