Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1879644
winklig vom Schädeldache abgesetzt. Das Mundnasenende erscheint, 
namentlich infolge des fast scheibenförmigen, zwischen dem freien Ende des 
Nasenbeins und dem Zivischenkieferbeine eingeschobenen Rüsselbeines ver- 
hältnismässig breit und abgestumpft und enthält (i Schneidezähne und 
jederseits einen Hakenzalm. Die obere Kopfilache ist bei den meisten 
Schweinerassen (abgesehen von den englischen und chinesischen) eben 
und zwischen den Wurzeln der Augenhöhlenfortsätze am breitesten und 
verschmalert sich von hier aus nach hinten und vorn allmählich; am 
Übergang der Stirn- in die Nasenwand sinkt die Profillinie bei den 
meisten Rassen etwas ein. Die obere Schadeliiache ist von den Seiten- 
flachen durch einen am Hirnschädel konkaven Seitenrand (Scheitelgrate) 
scharf getrennt, weil letztere mit der oberen Flache fast einen rechten 
XVinkel bildet. An den Seitenflächen wölbt sich der seitlich zusammen- 
gedrückte, aufwärts konkave, breite J ochbogen weit vor. Der Gesichts- 
teil (Gesichtsschatlel) ist zum Hirnschadel verhaltnismassig lang, in der 
Regel mindestens doppelt so lang, als dieser (weniger bei den englischen 
und chinesischen Schweinerassen); auch hier sind der Nasenriicken und 
die Seitenilachen scharf durch einen stumpfen Rand geschieden; daher 
das vierkantige Aussehen des Schweinekopfes. Die Seitenilachen sind in 
der Längsachse des Kopfes grubig vertieft. Der Drosselfortsatz ist sehr 
lang, der Unterkiefer schmal und lang. Der untere Rand desselben biegt 
fast rechtwinklicli in den hinteren Rand um. Das Unterkiefergelenk 
liegt fast am hinteren Ende (Halsende) des Kopfes, weil der Hirnschädel 
halswärts stark verkürzt ist. Die Augenhöhle liegt seitlich vom vorderen 
Ende des Hirnschädels, also weit halswarts; nach hinten ist sie offen, 
weil der Augenhöhlenfortsatz des Stirnbeins den Jochbogen nicht erreicht. 
Eine J ochleiste ist irorhanden, aber relativ viel kürzer und stumpfer als 
beim Pferde. Das Unteraugenhöhlenloch liegt über dem 4. Backzahn, 
der Eingang in den Thranenkanal ist doppelt und liegt an der Gesichts- 
iiäche nahe dem Augenhöhlenrantl. Der Unterkiefer enthält im vor- 
deren Teile 6 Schneidezähne und jederseits einen starken Hakenzahn (s. 
S. 59). Der untere Rand des Kiefers verlauft gerade, der Schnabelfort- 
satz ist sehr kurz und klein. 
5. Der Skelett-Kopf (Schädel) des Hundes (Textiig. 22_25) ist 
sehr verschieden gestaltet. Er bildet im allgemeinen ein unregelmassiges 
Ovoid (keine Pyramide, wie der der übrigen Tiere), das beim Hunde mehr 
in die Lange gezogen ist als bei der Katze. Man unterscheidet nach 
der Form des Kopfes langköpiige (z. B. Dogge, Windhund, Schafen, Hof-, 
Vorstehhund, Bernhardiner, Neufundlander) und kurzköpfige Hunderassen 
(z. B. Mops, Bulldogg, Seidenspitz). Die Langköluiigkeit ist wesentlich 
durch die grössere Länge des Gesichtsschadels bedingt; derselbe verhält
        

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