Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1879604
einen deutlich ausgeprägten, queren Kamin, den Genickkani in, ge- 
schieden. Die Scheitelgegend ist deutlich gewölbt und besitzt ii1 der 
Mittellinie einen niedrigen Kamm (Pfeil- oder Scheitelkamni), der am Genick- 
fortsatze beginnt und sich an der Grenze des Stirn- und Scheitelbeines 
spaltet (Stirnkamm, Stirngräte) und bogig gegen den Augenhöhleneingang' 
verläuft. Das zwischen diesen Kaininästen gelegene Feld der Stirn- 
gegend ist eben, Während sich die Stirn im übrigen seitlich abwärts 
wölbt. Das Stirnbein, in welchem sich die Stirnhöhlen befinden, ver- 
bindet sich vorwärts durch eine Naht mit dein Nasenbeiii. Die Nase 
(bezw. der Nasenrücken) ist gewölbt und fällt seitlich in die Seiteniiächen 
der Nase ab. Nach vorn wird der knöcherne Nasenrücken immer schmaler, 
sodass er scliliesslicli in eine stumpfe Spitze ausläuft; hierdurch ist es 
bedingt, dass das vordere Viertel des knöchernen Nasenrückens seitlich 
einen grossen Einschnitt begrenzen hilft, der im übrigen vom Zwisclieii- 
kieferbein umrahmt wird und nach vorn offen ist. Hier wird die Nasen- 
liöhle seitlich nur durch Weichteile abgeschlossen. 
Die Protillinie des Kopfs ist bei vielen Pferderassen, namentlich 
bei den arabischen Pferden, eine gerade Linie, bei manchen Pferderasseii 
ist sie aber schwach konvex (Raniskopf), 
c Üd M  bei andern schwach konkav (Hechtskopf). 
  l  Die Kopfbreite, vom plastischen Ge- 
"i  41 sichtspunkte aus, ist zwischen beiden Augen 
l b  {J am grössten und nimmt hier nach vorn und 
3 l,    hinten, besonders aber nach vorn ab. 
i  Qqbl Die untere Fläche des Schädels hat 
k,  ohne angelegten Unterkiefer vom" plas- 
X sxg a W N tischen Gesichtspunkte aus fur den Kunstler 
 .   kein Interesse, weil sie auf die äussere 
 Kopfforni ohne Eiiiiiuss ist.  
Fig. 21. Unterkiefer vom Pfrde. Der Unterkiefer (Textüg- 21), der sich 
a: Körper, 1,2mm c: Gelenlb am Schläfenbein gelenkig init dem Schädel 
fortsaltz, d: Schnabe1f0rtsatz' verbindet, besteht aus zwei einander glei- 
 clieii Hälften, die vorn am Mundende des 
Kopfes bogig gegen einander laufen und sich in der Hittelebene des Körpers 
mit einander verbinden, sodass ein unpaarer, die unteren Schneidezähne 
tragender Teil (Schneidezahnteil) entsteht. Zwischen den beiden Unter- 
kieferhälften liegt die Zunge mit ihren Muskeln etc.; es bleibt aber 
ZWiSChEII den unteren Rändern eine vertiefte Partie, welche Kelilgaiig 
genannt wird.  
Die unteren Ränder des Unterkiefers sind gerundet, eben und 
gerade nach vorn gerichtet. Ungefähr an der Grenze zwischen dein
        

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