Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1879596
Ehe wir die Flächen und Enden des Kopfes genauer besprechen, wollen 
wir kurz die Knochen erwähnen, welche das Kopfskelett bilden. Der 
Hirnschädel umschliesst eine Höhle, die S ch ä delh öhle, in welcher das 
Gehirn seine Lage hat. Die den Hirnschädel aufbauenden und die Schädel- 
höhle umschliessenden Knochen sind das Stirn-, Scheitel-, Hinterhaupts, 
SClIläfQIP, Keil- und Siebbein (Textiig. 20). Dieselben liegen, wie folgt: 
Die Halswand (Genickwand, hintere Schädelwand) der Schädelhöhle wird bei 
den Einhufern, Fleischfressern und dem Schweine vom Hinterhauptsbeine, das Schädel- 
dach (Schädelgewölbe) vom Scheitelbeine und dem grössten Teile des Stirnbeines, der 
Schädelboden (Schädelbasis) von dem Grundteile (Körper) des Hinterhauptsbeines und 
dem Keilbeine und die vordere (Nasem) Wand vom Siebbeine gebildet. Die Seiten- 
wände des Schädels haben die Schläfenbeine, die seitlichen, abwärts gerichteten Teile 
der Scheitel- und Stirnbeine und einen Abschnitt der aufwärts gerichteten Seitenteile 
(Flügel) des Keilbeines zur Grundlage. Diese Knochen sind sämtlich paarig, mit Aus- 
nahme des unpaaren Hiuterhauptsbeines, des Siebbeines und des Keilbeines. Am 
Schädeldach ündet man bei jungen Tieren in der Mitte zwischen Scheitel- und Hinter- 
hauptsbein wohl noch einen kleinen, m. o. w. viereckigen Sehaltknochen, das Zwischen- 
scheitelbein. Bei den Wiederkäuern wird das Schädeldach nur vom Stirnbein ge- 
bildet, das Scheitelbein rückt an die Geuickwand (s. unten). 
der 
die 
und 
Der Gesiehtsteil, Gesichtsschädel bildet 
WTände der übereinander liegenden Mund- 
knöcherne Grundlage 
Nasenhöhle. 
Das Dach der Nasenhöhle und ein kleiner Teil der Seitenwand derselben 
werden von beiden Nasenbeinen, die Seitenwände und der Boden derselben hingegen 
von beiden Oberkieferbeinen gebildet. Von vorn her schiebt sich zwischen die beiden 
Oberkieferbeine das paarige Zwischenkieferbein ein. Nach hinten (halswäns) vom 
Oberkieferbein befinden sich jederseits zwischen Gesichts- und Hirnsehädel das Thränen- 
und Jochbein. An der unteren Fläche des Gesichtsschädels liegt zwischen dem Ober- 
kieferbein und dem Keilbeine das paarige Gaumenbein mit einem Anhängsel, dem 
Pfiugschar- und Fliigelbeine. 
Die Mundhöhle liegt unter der Nasenhöhle und zwar so, dass der Boden der 
Nasenhöhle gleichzeitig das Dach der Mundhöhle ist; es ist die als Gaumendach 
(Gaumenfortsatz des Ober- und event. des Zwischenkieferbeins und horizontaler Teil 
des Gaumenbeins) bekannte Knochenplatte. Die Seitenwände der Mundhöhle finden 
ihre knöcherne Grundlage in dem Unterkieferbeine (s. S. 50). Die vordere und hintere 
Wand der Nasen- und Mundhöhle (der Nasen- und Mundhöhlen-Eingang und -Ausgang) 
werden, ebenso wie der Boden der Mundhöhle, nicht knöchern gestützt, sondern nur 
von Knochen umrandet. Es liegen also an der oberen Fläche des Kopfes hinter- 
einander (abgesehen von den Wiederkäuern): Nasenbein, Stirnbein, Scheitelbein und 
ein kleiner Teil des Hinterhauptsbeins; seitlich folgen: Zwischen- und Oberkiefer- 
bein, Thränen- und Joehbein, Seitenteile des Stirn- und Scheitelbeins, Schläfenbein 
und am Ende das Hinterhauptsbein; an der unteren Fläche, Unterkiefer und 
Zungenbein entfernt gedacht, folgen: Körper des Zwischenkieferbeins, Gaumenfortsatz 
des Zwischen- und Oberkicferbeins, Gaumenbcin, Flügel- und Pdugscharbein, Keilbein 
und Hinterhauptsbein. Die sämtlichen Kopfknochen sind, abgesehen vom Zungen- 
und Unterkieferbeine, unbeweglich durch Nähte miteinander verbunden. 
1. Der Kopf des Pferdes (Fig. 31 und 33 Taf. 6 und 7 Pferd). Die 
0b ere Fläche wird von der Genick- (Hals, Naßkßlb) Fläche durch 
Ellenberger, Baum u. Dittrich, Anatomie für Künstler. 4
        

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