Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1879445
3. Sie hat stärkere und längere Hebel (Knochen); das Oberschenkelbein ist länger 
als das Oberarmbein, das Schienbein länger als die Speiche u. s. w. 
4. Am Fusswurzelgelenk findet sich ein längerer Hebelarm (Fersenbein). 
5. Es ist am Hinterbeine ein offener Winkel mehr vorhanden als am Vorderbeine; 
dies ist der Winkel des federnden Fussgelenkes, das am Vorderbeine einen {lachen 
(gestreckten) Winkel darstellt. 
6. In dem Ober- Untersehenkelgelenk (Kniegelenk) Enden sich stossbreehende 
Zwischenknorpel. 
7. Die Beugung der Gelenke findet fast durchgängig in umgekehrter Richtung 
statt, vor allem wird das Fussgelenk der Beckengliedmasse nach vorn und das der 
Schultergliedmasse nach hinten gebeugt. 
Die Beckengliedmassen sind wegen der vorstehend gen. Eigentümliehkeiten vor- 
züglich geeignet, den Antrieb zu den Bewegungen durch Verschieben des Rumpfes zu 
geben und nach dem Sprung-e und bei raschen, heftigen Bewegungen die Last aufzu- 
fangen, den Körper abzustossen u. s. w. Das Weitere s. Einleitung zu den Muskeln 
der Beckengliedmassen.  
Der 
Beckengürtel. 
Derselbe hat für den Rumpf dieselbe Bedeutung wie der Brustkorb 
und für die Hintergliedmasse dieselbe wie der Schultergürtel für die 
Vordergliedmasse. Der Beckengürtel stellt im Gegensatz zum Schulter- 
gürtel einen vollständigen Knochen-Gürtel oder -Ring dar. Er wird ge- 
bildet vom Kreuzbein und den beiden Becken- oder Hüftbeinen, welch" 
letztere in der Mittelebene des Körpers in der Beckenfuge, Symphysis 
pelvis, zusammenstossen. Das eigentliche Becken (ohne Kreuzbein), P elv i s, 
bildet mit der Wirbelsäule einen stumpfen Winkel von 145-1550. 
Das pyramidenförmige Kreuzbein ist oben (S. 12) schon kurz be- 
sprechen worden. 
Die beiden Becken- oder Hüftbeine, Ossa coxae, legen sich 
an1 Rücken an das Kreuzbein an und stossen an der unteren Bauchwand 
in der Medianebene zusammen. Beim Fötus besteht jedes Beckenbein 
aus 3 Knochen, die später mit einander verschmelzen. Der obere, am 
Kreuzbein gelegene, vor Allem die Seitenwand des Beckens stützende 
Knochen ist das Darmbein, wltthrend von den beiden an der unteren 
Wand beündlichen Knochen der Vordere, gegen die Brust (kopfwärts) 
gewandte das Schambein und der hintere (schwanzseitig von) diesem 
liegende das Sitzbein genannt wird. Alle 3 Knochen stossen seitlich an 
einer Stelle in Form eines dreistrahligen Sternes zusammen und bilden 
hier die eine halbkugelige Vertiefung darstellende Gelenkpfanne, 
Hüftpfanne, Acetabulum, die zur Aufnahme des Gelenkkopfes des 
Oberschenkelbeins bestimmt ist. 
a) Am Darmbein, Os ilium, kann man bei allen Haustieren einen 
breiteren, platten, oberen (dorsalen) Teil, die Darmbeinschaufel, 
Darmbeinflügel und einen mehr (zylindrischen, schräg nach unten
        

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