Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1879406
geringe Verrückung der einzelnen Stücke. Die 
Fusswvurzel und Mittelfuss vergrössert sich nicht. 
Gelenkspalte 
zwischen 
Die Beugung kann so weit gehen, dass der Mittelfuss am Unterarme 
liegt. Die Drehbewegung kann nur bei Beugestellung und dann 
auch nur UHVOHkOIDIIIBH stattünden; sie ist ermöglicht durch die kopf- 
artige Gelenkfläche des Kopfbeines. 
c)  Die Vorderzehen, Digiti. Da.s Pferd besitzt nur eine Vorder- 
zehe (3. Zehe). Diese besteht aus 3 Gliedern, dem ersten, zweiten 
und dritten Zehengliede, Phalanx prima, secunda und tertia. 
Das erste Zehenglied, das Fesselbein, ist ein kurzer, von vorn nach 
hinten zusammengedrückter, (zylindrischer Knochen mit verbreitertem oberen 
Ende; die vordere Fläche ist gewölbt, die hintere eben, die Seitenrander 
sind stumpf gewölbt. Das obere (rumpfseitige) Ende ist der breiteste und 
dickste Teil und besitzt eine der Cäelenkrolle des lllittelftlssknochens an- 
gepasste Gelenkvertiefung; das untere (rumpfabseitige) Ende ist der schmalste 
Teil des Knochens und besitzt eine Gelenkrolle. An den Seitenrandern 
findet man jederseits nach beiden Enden hin je einen B andh ö cker. Das 
zweite Zehenglied, das Kronenbein, stellt einen von vorn nach hinten 
(sohlenwarts) zusan1n1e11g'edrückten Würfel dar, mit gewölbter, rauher 
Yorder- (Fussrückem) und glatter Hinter- (Fussohleir) Fläche und stumpfen 
Seitenrandern. Das obere Ende besitzt eine der Fesselbeinrolle angepasste 
seichte Gelenkfiache, die am hinteren Rande von einem wulstigen Kamine 
der Kronenbeinlehne, nach oben (fesselbeinwarts) etwas überragt 
wird; in der Mitte des vorderen Randes dieser Flache steht ein kleiner 
Forttsatz, der Kronenb einfortsatz, nach oben vor. Seitlich von der 
Kronenbeinlehne findet sich je ein Bandhöcker. Das dritte Zehen- 
glied, das Hufbein, hat ungefähr die Gestalt des Hufes. Die gewölbte 
Wandflache bildet fast einen Halbkreis und ist in der Mitte höher 
als an den Seiten. Sie bildet mit der Sohleniiache einen Winkel von 
und 
mit 
dem 
Boden 
einen 
solchen 
470_ 
der 
lNIitte 
der 
Wandiiache steht der stumpf-dreieckige S t r e c k  oder K r 0 n e n f 0 r t  
s a t z (H u fb ein k a p p e) nach oben (rumpfwärts) vor. Die obere, gegen 
(las Kronenbein gerichtete Flache des Hilfbeins stellt eine der Gelenk- 
rolle dieses Knochens angepasste Gelenkfläohe (lar, die nach vorn 
erhöht ist und sich nach hinten zur Aufnahme des Strahlbeins abdacht 
Die S 0 111 e 11 f l ä. c h e ist ausgehöhlt. Die Sohlen- und Wandfläche stossen in 
dem scharfen Tragerand zusammen, während der vorstehende Kronen- 
rand die Wand- und die Gelenkfläche trennt. Nach hinten, WO das Hufbein 
sehr niedrig wird und Kronen- und Trageraiid einander sehr nahe liegen, 
springt ein nach hinten gerichteter Fortsatz, der Hufbeinast, vor.
        

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