Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1879398
gelenk und dem (Fusswurzeh) Mittelfussgelenk. Jedes Gelenk wird 
durch eine Gelenkkapsel abgeschlossen. 'Dazu kommen (Fig. 98 
Taf. 18 Pferd) als gemeinschaftliche, vom Unterarm bis zum Mittelfuss 
reichende Bänder, 2 Seitenbän der, eines an der ausseren, und eines 
an der inneren Seite, und ein (bezw. mehrere) starkes, ebenfalls den 
Knochen direkt aufliegendes hinteres Band (Sohlenband). 
Ausser diesen gemeinschaftlichen Bändern giebt es noch eine grössere 
Anzahl besonderer Bänder, die entweder die Knochen der einen Reihe mit denen 
der anderen (Läingsbäinder, Zwischenreihenbänder) oder die Knochen derselben Reihe 
untereinander verbinden (Querbiinder oder Zwischenknochexibänder). Die Knochen 
jeder Reihe sind durch die letztgenannten straffen kurzen Bänder fast unbeweglich 
untereinander verbunden; ihre (Qelcnkflächen passen genau aufeinander, lassen aber 
kleine Verschiebungen der Knochen aneinander zu. An der vorderen Fläche (Streck- 
fläiche) des Fussgelenks finden sich noch quere, bandartige Sehnenzüge, welche Ring- 
bäinder für die über diese Fläche wegziehenden Sehnen bilden. An der hinteren 
Flüche bildet die hier bedeutend verdickte Fascie ein von dem vorspringenden Erbsen- 
bein zum inneren Rande der Fusswurzel reichendes und an beiden befestigtes Ringe 
band, das Bogen band der Vorderfusswurzel. Es überbrückt einen Sehnenkanal, 
in welchem die Hauptbeugesehnen der Zehen verlaufen. 
Die beiden oberen Gelenke (Unterarmfussgelenk und eigentliches 
Fussivurzelgelenk) stellen, wie die Beschaffenheit der Gelenkflachen schon 
lehrt, unvollkommene Wechselg-elenke dar, in denen hauptsächlich 
Beugung und Streckung; stattfindet, aber auch geringe Seitwärts- 
bexregungen und unvollkommene Drehungen (bei Beugestellung) möglich 
sind. Ausgiebigere Seitwärtsbeirvegungen werden durch die Seitenbänder 
und zu starke Streckungen (über die Senkrechte hinaus) durch die 
Sohlenbänder verhindert. Die Bewegungen im Unterarmfussgelenk sind 
etwas ausgiebiger als die im eigentlichen Fusstvurzelgelenke. Die 
einzelnen Knochen der oberen Reihe können sich infolge der geräumigen 
Gelenkkapsel und der Dehnbarkeit und Elasticitat der Bänder auch 
etwas aneinander verschieben; und zwar sind bei den W iederkauern 
und dem Sch weine grössere Verschiebungen möglich als beim Pferde; 
die ausgiebigsten Seitwärts- und Drehbewegungen aber sind beim 
Menschen und den Fleischfressern ausführbar. Die Knochen der 
unteren Reihe bilden mit dem Mittelfusse ein straffes Gelenk, das 
Mittelfussgelenk, mit ganz unbedeutender, nicht in Betracht kommentler 
Bewegungsmöglichkeit. 
Bei der Beugu n g des Fussgelenks, die sich aus einem Zusammen- 
wirken der beiden oberen Gelenke zusammensetzt, erfolgt an 
der vorderen (Streck-) Seite des F ussgelenks eine Erweiterung der 
zwischen dem Llnterarm und dem Fusse und der zwischen der oberen und 
unteren Reihe der Fussxvurzelknochen gelegenen Gelenkspalten, eine geringe 
Verschiebung der Knochen der unteren Reihe nach hinten und eine ganz
        

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