Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1879345
3. Das Unterarmskelett, Antibrachiun1. 
3 der einzelnen Tierarten und Fig. 11, 13, 15 und 17 
Pferd und 'l"af. 6 und 7 Rind.) 
Taf. 
4 und 
Der bei allen Haustieren, mit Ausnahme des Hundes, senkrecht zum 
Boden stehende "U nterar m (Vorderarm, ilorarm) hat 2 Knochen, das 
Ellenbogenbein (Elle) und die Speiche, zur (lrunillage. Die beiden 
Knochen zeigen eine verschiedene Ausbildung; dienen die Brustgliedmassen 
zum Greifen, Fliegen und zum Schutze, dann sind beide Knochen nahezu 
gleichmässig ausgebildet und beweglich miteinander verbunden; im 
anderen Falle überwiegt die Speiche gegenüber der Elle; es kann sogar 
soweit kommen, dass die letztere nur zu einem als Hebelarm wirksamen 
Ansatz der Speiche wird. Unter den Haustieren besitzen nur die 
Fleischfresser, wie der Mensch, zwei beweglich miteinander ver- 
bundene, gleichwertige Unterarmknoclieii; bei den anderen Haus- 
tieren ist eine Bewegung der beiden Knochen an einander wegen ihres 
engen Aneinanderschlusses unmöglich. Beim Pferd und den W ieder- 
käuern sind beide Knochen sogar teilweise (am unteren Ende) mit- 
einander verschmolzen. 
a) Die Speiche, Radius, liegt bei den Haussäugetieren im Ganzen 
nach vorn und innen, beim Pferde sogar direkt nach vorn von der 
Elle; bei den Fleischfressern findet man die obere Hälfte der 
Speiche vor der Elle, die untere Hälfte hingegen mehr nach innen von 
derselben, so dass die letztere die hintere Fläche der Speiche in einem 
sehr spitzen Winkel kreuzt; beim Menschen liegt die Speiche innen 
und die Elle aussen. Das obere Ende besitzt eine der Cielenkrolle 
des Oberarmbeins angepasste Gelenkfläch e. An der hinteren, bezw. 
äusseren (lateralen) Fläche dieses Endstücks befindet sich eine glatte 
Fläche zur Anlagerung der Elle, Während vorn gegen den inneren Rand 
eine Beule (Speichenbeule) für den Ansatz des zweiköpfigen Arm- 
muskels zugegen ist, und sich an der äusseren und inneren Seite je ein 
Bandhöcker findet. Der Kö r p er der Speiche gleicht einem von vorn 
nach hinten zusammengedrückten Cylinder mit 4 Flächen, von denen die 
vordere und hintere die breiteren sind. Das untere Ende bildet eine 
quergestellte Walze mit zweigeteilter Gelenkiiäche. Die beiden Speichen- 
enden sind etwas breiter als der Speichenkörper; am unteren Ende findet 
sich an beiden Seitenflächen noch je 1 Bandhijker. An der Vorderen 
Fläche dieses Endstücks bemerkt man 8 Gleitrinnen für Strecksehnen. 
b) Das Ellenbogenbein, Uln a. Dieser Knochen ist bei den Haus- 
tieren im Gegensatz zu den Verhältnissen des Unterarms des Menschen 
und der Affen kleiner als die Speiche. Beim Pferde ist es ganz rudi-
        

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