Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1881502
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Bei den F ro s ch 1 u rch en sind die beiden Unterarmknoclien verschmelzen. 
Jede Hälfte des Beck e11s besteht bei den S chwanzlurchen aus einer 
oberen, schmaleren und einer unteren, breiteren Partie, welclf letztere 
mit der der anderen Seite zusammentritt. Bei den Froschlurchen 
sind die Darmbeine nach hinten gerichtete Knochenstabe, Scham- und 
Sitzbein sind mit denen der anderen Seite zu einer senkrecht stehenden 
Knochenplatte verschmolzen. Die freien Becken gliedmassen zeigen 
dieselbe Abschnitte wie bei höheren Wirbeltieren. Bei den Froschlurchen 
sind die 2 [lnterschenkelknochen verschmolzen. Sprung- (Roll-) und Fersen- 
bein sind i. d. R. sehr lang; i. d. R. sind 5 Zehen vorhanden (sehr selten 4, 
3, 2). Während bei den Fr 0 s chlu r c h en namentlich die Hintergliedmassen 
sehr lang sind und dadurch eine hüpfende Bewegung ermöglichen, sind 
sie bei den Schwanzlurchen kürzer und schwächer und dienen nur 
als Nachschieber bei der kriechenden Fortbewegung. Häufig sind die 
Zehen durch Schwimmhäute verbunden. 
XIII. 
Fische. 
Körperform. Die Körperform der Fische variiert ausserordentlich. 
Die typische Fischgestalt ist die spinmlelförmige, welche gewöhnlich von 
rechts nach links zusammengedrückt ist, doch kommen auch senkrecht 
platte, breite, ferner lang'gesti'eckt cylindrische (wurmföriiiige) oder band- 
förmige oder kugelige Formen u. s. w. vor. Kopf, Rumpf und Schwanz 
gehen allmählich und ohne scharfe Grenze ineinander über. 
Schuppen. In die Haut der Fische sind die charakteristischen 
Schuppen eingelagert, Welche in Hautfalten, den sogen. Schuppen- 
taschen stecken und im allgemeinen abgerundete Vierecke darstellen, 
welche dachziegelartig übereinander gelagert sind, sodass nur ihr hinterer 
Teil frei bleibt; sie sind von der gallertig-schlüpfrigen Oberhaut bedeckt 
und besitzen meist radiare Streifen. Ihr hinterer (dem Schwanze zu- 
gekehrter) Rand ist entweder gerundet und glatt (R u ndsch upp en) oder 
gezackt (Kam msch u ppen). Ausnahmsweise sind die Schuppen nicht 
plattenförmig, sondern stacl1e1- oder zahnförmig (Hautzahne). In der 
Regel sind die Schuppen so angeordnet, dass sie Längsreihen und schiefe 
Querreihen bilden. 
Farbe der Haut. Die Hautfarbe der Fische kann eine ganz ver- 
schiedene sein, es zeigen sogar viele Fische die Fähigkeit, ihre Haut- 
farbe innerhalb weiter Grenzen zu wechseln. Infolgedessen zeigen sie
        

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