Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1881456
235 
fast horizontal am Runipfe liegt, weit nach vorn, um den Schwerpunkt 
gilt zu unterstützen. Bei den Schwimnivögeln ist die Stellung natürlich 
eine andere; bei diesen stehen" die Beine weit nach hinten, sodass der 
Rumpf nur in sehr erhobener, fast senkrechter Stellung getragen werden 
kann.  
J e nach der Bewegungsweise unterscheidet man Gangbeine und 
Watbeine. 
Bei den Gangb ein en sind die Schienen bis zur Ferse oder noch weiter befiedert, 
während bei den Watbeinen die Schienen über der Ferse nackt sind und der Lauf 
kürzer ist als der Rumpf; Watbeine, deren Lauf länger ist als der Rumpf, heissen 
Stelzbeine. 
Nach der Bildung des Fusses werden unterschieden: 
Rennfüsse, 2 Vorderzehen (Strauss). 
Lauffüsse, 3 Vorderzehen (Trappe). 
Klammerfiisse, 4 Vorderzehen (Segler). 
Kletterfiisse, 2 Zehen nach vorn, 2 nach hinten (Specht). 
Sitzfüsse, die 3 Zehen mit kurzer Bindehaut (Hühner). 
Schreitfüsse, die 2 änsseren Zehen bis über die Mitte verwachsen (Eisvogel). 
Grang- oder Wandelfüsse, die 2 iiusseren Zehen am Grunde verwachsen 
(Singvögel). 
Spaltfiisse, alle Zehen bis zum Grunde frei (Tauben). 
Geh eftete Füsse, die 3 Vorderzehen mit kurzer Bindehaut (Storch). 
Spaltschwimmfüsse, jede Vorderzehe mit besonderem, ganzrandigem Haut- 
saume. 
Lappen füsse, jede Vorderzehe mit gelapptem Hautsaume (Blesshuhn). 
Ganze Sehwimmfüsse, 3 Zehen bis zur Spitze durch Schwimmhäute ver- 
bunden (Gänse). 
Halbe Schwimmfüsse, 3 Zehen mit nur bis zur Hälfte reichenden Schwimm- 
häuten (Löifelreiher). 
Ruderfüsse, alle 4 Zehen durch Sehwimmhäute verbunden (Kormoran). 
Entsprechende Abbildungen findet man in der Synopsis der Tierkunde von 
Leunis. 
Über die Gestalt des Rumpfes und des Kopfes der einzelnen 
Vogelarten und die Lange, Dicke, Beweglichkeit des Halses lasst sich 
allgemein. Gültiges nicht sagen; die Studien darüber sind im Einzelfalle 
nach dem vorliegenden Objekte zu machen. 
Reptilien. 
Äussere Form. Der Körper der Reptilien ist entweder sehr lang 
gestreckt und gliedmassenlos (Schlangen) oder bei gestreckter Form 
mit 4 Beinen versehen (Eidechsen, Krokodile) oder endlich breit. 
und nach, von einem festen, kapselartigen Knochenpanzer umgeben und
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.