Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1881411
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Sonstige 
anatomische 
Einrichtungen. 
Ausser dem Skelett und der llluskulatur dürften von anatomischen 
Einrichtungen noch in Betracht kommen: die Kropfbildung, das, dritte 
Augenlid, die Besonderheiten des Augapfels, der Kehlkopf, (las Fehlen 
ausserer Geschlechtsteile, das Fehlen des äusseren Ohres, das Xicht- 
Vorhandensein der Lippen, Backen und Zähne. An Stelle der letzt- 
genannten Gebilde findet sich der an den Rändern mit Hornscheiden 
(anstatt der Zähne) versehene, nur ganz selten (bei Enten und Schnepfen) 
mit Weichen Rändern ausgestattete Ober- und Unterschnabel, die 
eine sehr breite (grosse), unbedeckte Mundspalte zwischen sich lassen. 
Die Schnabelbasis ist mit einer weichen Haut, der Wachshaut, bekleidet. 
Der Kropf stellt eine Erweiterung der Speiseröhre am Ende des 
Halses dar. Er tritt bei einigen Vogelarten in Form einer einfachen, 
nicht scharf begrenzten Erweiterung auf, während er bei anderen einen 
scharf abgesetzten Sack darstellt, in welchen die Speiseröhre mündet. 
Er ist einfach bei den Hühnern, 2 symmetrische Säcke bildend bei 
den Tauben und spiralig gedreht bei den Papageien. Gans und 
Ente besitzen an der betr. Stelle nur eine stark erweiterte Speiseröhre. 
Der sehr bewegliche Augapfel der Vögel zeichnet sich durch eine 
ungemein stark gewölbte, durchsichtige Hornhaut (Cornea), die meist 
rundliche Pupille und eine besondere Färbung der Regenbogenhaut (Iris) 
aus. Ausser dem oberen und unteren Augenlide besitzen die Vögel 
am inneren Augenwinkel noch ein drittes, von oben nach, unten gestelltes 
Augenlid, welches durch einen besonderen "Muskelappairat zum Schutze 
des Augapfels von innen nach aussen vor denselben vorgezogen werden 
kann.  
Die die Form des Vorderhalses mit bestimmende Luftröhre besitzt an der Stelle 
des Kehlkopfs der Säugetiere zwar eine Erweiterung, der eigentliche stimmbildvnde 
Kehlkopf sitzt aber in der Brusthöhle an der Teilungsstelle der Luftröhre, kurz vor 
dem Eintritt in die Lungen. Die "Luftröhre ist bei manchen Vögeln sehr lang; sie 
tritt dann in das Brustbein ein und macht eine oder einige Schlängelungen in dem- 
selben und gelangt dann erst in die Brusthöhle. 
Das üllssere Ohr fehlt den Vögeln; nur bei den Eulen finden sich Hautfalten, 
die ein solches vortäuschen.  Der After (die Kloakenötfnung) ist meist durch Federn 
verdeckt; äussere Geschlechtsteile sind nicht vorhanden. 
Äusseres. 
In Bezug auf das Äussere der Vögel fallen vor allem in die eiugen 
die Federbekleidung der Haut, die zu Flügeln umgebildeten Schulter- 
gliedmassen, der aus besonderen Federn bestehende Schwanz, der sehr
        

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