Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1881358
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u n b e w e gl i c 11 miteinander verbundenen Wirbeln. Die B e c k e n  u n d 
K r e u z wir b el (11-14) sind zu einem g e 111 e i n s am e11 Knochen ver- 
schmolzen. Es folgen dann 4-6 gesonderte S c h W a n z W i r b el und ein 
grosser E n d W i r b el (Endkörper), der durch Verschmelzung mehrerer 
Wirbel entstanden ist. Die ganze Wirbelsäule ist also v e r h ä l t n i s  
m ä s s i g k u r z und, abgesehen vom Halse und Schwanze, ein nahezu 
starrer Knochenstab. 
Die Rippen, von denen die ersten und die letzten das Brustbein 
nicht erreichen (falsche Rippen), unterscheiden sich von denen der 
Wirbeltiere durch einen vom beckenseitigen Rande jeder Rippe ent- 
springenden und mit der folgenden Rippe bandartig verbundenen sogen. 
Hakenfortsatz und dadurch, dass an Stelle der Rippenknorpel 
knöcherne Brustbeinrippen vorhanden sind. Man kann also Wirbel- 
(echte) und Brustbeinrippen unterscheiden. 
Das Brustbein ragt weiter nach hinten als das der Säugetiere 
und besitzt in der Mittelebene einen Kamm, dessen Grösse zur Flugw 
fähigkeit der Tiere in direktem Verhältnisse steht. Je höher der Kamin 
ist, um so grösser ist die Ansatzüäche der eigentlichen Flugmuskeln, der 
Brustinuskeln. 
Der Brustkorb besitzt durch die Brustbeinrippen und die Haken- 
fortsätze eine viel grössere F e s ti g k e i t und Wi d er st a n d s f ähi gk eit 
als der der Säugetiere. E1" kann also einem Druck von aussen, nament- 
lich im Einatmungszustande, besser widerstehen als der Brustkasten der 
Säugetiere. 
Das 
Kopfskelett. 
An dem verhaltnismassig kleinen, rundlich-kegelförmigen Kopfe sind 
die einzelnen den Kopfknochen der Säugetiere entsprechenden Knochen 
beim ausgewachsenen Tiere derart miteinander verschmolzen, dass 
ihre Grenzen unkenntlich sind. An den das Gehirn beherbergenden 
Schädelteil schliesst sich nach vorn der Augenhöhlenabschnitt an, der 
eigentlich nur aus einer in der Mittelebene liegenden, senkrechten, oben 
und unten etwas verbreiterten Platte besteht; darauf folgt die Sieb- 
beinregion mit den davor liegenden Nasenhöhlen und der in die Lange 
gezogene, das Ober-, ZWiSClIGIIRiGfQI", Nasenbein u. s. w. umfassende, 
zahnlose, an Stelle der Zähne mit einer Hornscheide versehene Ober- 
s ch11 ab el. Die scharfe 'l'rennung' des Gesichtsschadels vom Gehirnschadel 
durch die die beiden Augenhöhlen scheidende Zwischenaugenhöhlenplatte 
charakterisiert den Vogelschädel gegenüber dem Saugetierschadel. Zwischen 
dem Schädel und dem gelenkig mit demselben verbundenenen, aus einzelnen 
Knochen bestehenden, zum langen, zahnlosen, mit Hornscheiden versehenen 
Ell enberger, Baum u. Dittrich, Anatomie für Künstler. 15
        

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