Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1881295
219 
Tabelle 
Masse 
einzelner 
Körperteile 
typischer 
Rassepferde. 
Ehe wir die tabellarische Zusammenstellung der durch Messung der 
einzelnen Körperteile typischer Rassepferde gewonnenen Zahlen geben, 
wollen wir einleitnngsweise kurz berichten, Welche Teile und wie die- 
selben gemessen worden sind, wie die einzelnen Masse zu beurteilen, 
bezw. zu bewerten sind u. s. w. Zur Erläuterung der Beschreibung dient 
die in Fig. 82 beigegebene Skizze, in welche die Richtiungslinien, nach 
denen gemessen worden ist, eingetragen worden sind; nur für die Quer-, 
bezw. Breitendurchmesser war letzteres nicht möglich;- es sind deshalb 
die Stellen, wo diese gemessen worden sind, durch ein a markiert worden. 
Es sei noch besonders hervorgehoben, dass alle Masse auf Luftlinie 
sich beziehen, dass die angegebenen Zahlen cm bedeuten und 
dass alle Masse (mit Ausnahme von 6 und 16) bei normaler Stellung; der 
Tiere aufgenommen worden sind, dass die Gliedmassen während des 
Messens also weder vor- noch rückwärts gestellt waren, dass der Hals 
in gerader Linie massig gestreckt war u. s. w.  
1) Widerristhöhe, gemessen vom Erdboden bis zur höchsten Stelle des 
Widerristes. 
2) Kruppenhöhe, gemessen vom Erdboden bis zum höchsten Punkt der 
Kruppe. 
3) Länge des Rumpfes vom vordersten Punkt des Schultergelenkes bis zur 
hintersten, durch den Sitzbeinhöcker bedingten Stelle des Beckens. 
4) Länge (Breite) der Schulterarmgegend, gemessen in einerHorizontal- 
linie vom vordersten Punkte des Schultergelenkes bis zu einer durch den Rücken- 
winkel des Schulterblattes gelegten Senkreehten. Bei der Abnahme diese Masses muss 
man zunächst den erwähnten Rückenwinkel des Schnlterblattes aufsuchen; man darf 
sich dabei nicht irreführen lassen durch den beckenwärts etwas weiter vorspringenden 
und noch leichter fuhlbaren Rückenwinkel des Schulterblattknorpels, der immer auf 
Druck m. o. w. nachgiebig erscheint, während der Rückenwinkel des Schulterblattes 
sich hart und fest durch die Haut anfühlt. 
5) Länge der Kruppe, gemessen in horizontaler Richtung von einer durch 
den vordersten Punkt (d. h. den vorderen-inneren WVinkel) des Hüfthöckers gelegten 
Senkrechten bis zu der durch den Sitzbeinhöcker bedingten hintersten Stelle des 
Beckens. 
6) Länge des Rumpfes von der Brustbeinspitze bis zum unteren Ende der 
letzten Rippe. Bei der Abnahme dieses Masses ist zu beachten, dass bei schweren 
Pferderassen die Brustbeinspitze weiter zurückliegt, als der vorderste Punkt des Schulter- 
golenkes, man muss deshalb, wenn man mit dem Stoekmass messen will, den Vorder- 
schenkel der betr. Seite von dem Tiere möglichst zurückstellen lassen, damit die Brust- 
beinspitze Vortritt. 
7) Höhe des Rumpfes in einer durch die höchste Stelle des Widerristes ge- 
legten Senkrechten. 
        

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