Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1881099
199 
randung der Hinterbacken mit 
hervortretenden Sitzknorren. 
dem 
als 
undeutliche, 
rundliche 
Erhöhung 
Der After (34 in Fig. 8 Taf. 12 Pferd) stellt eine etwas vorspringende, rundliche 
Erhabenheit dar; die den After überziehende äussere Haut ist haarlos. 
Die Scham (35 in Fig. 8 Taf. 12 Pferd) besteht bei den Tieren nur aus 2 wulstigen 
Schamlippen, welche in einem oberen und einem unteren Schamwinkel zusammen- 
stossen und die Schamspalte umschliessirn. Beim Pferde ist der obere Schainwinkel 
spitz und der untere abgerundet; bei den übrigen Tieren verhält sich dies umgekehrt. 
Im unteren Schamwinkel, der bei Schaf, Ziege und Schwein äusserlich einen 
kleinen, spitzen oder zungenförmigeir Hautanhang besitzt und beim Hunde in eine 
Spitze ausgeht, befindet sich ein Vorsprung, der Kitzler, dessen freies Ende die Eichel 
bildet; diese ist von einer Grube umgeben und von einer wulstigen, gefalteten, 
runzeligen Schleirnhailt überzogen; bei den Wiederkäuern, dem Schwein und den 
Fleischfressern ist die EieheLspitz und klein. 
Anhang. Die Länge der Halswirbelsäule des Pferdes beträgt im Mittel V9 der ganzen 
Pferdehöhe oder die Hälfte der übrigen Wirbelsäule (den Schwanz in Abzug gebracht); 
die Brustwirbelsäule ist halb so lang als das Pferd hoch ist (GIOIO der ganzen 
Wirbelsäule  abgesehen vom Schwanze); am längsten ist sie beim Schweine. Die 
Lendenwirbelsäule beträgt beim Pferde etwas weniger als gjü der Brustwirbelsäule, 
bezw. 1,15 der Pferdehöhe; die des Rindes ist länger; am längsten ist die der Fleisch- 
fresser (flä der Brustwirbelsiiule). Die Länge des Kreuzbeins beträgt bei Pferd, 
Wietlerkiiilern und Schwein ungefähr 2,115 der Höhe des Tieres; bei den Fleischfressern 
ist es kürzer (80,10 der Brustwirbelsäiule). (Genauere Angaben findet man in 1) Kiese- 
walter und 2) Padelt s. S. 174.) 
Die 
Schultergliedmasse. 
Taf. 
Taf. 
1-3 
und 
-3 den einzelnen Tierarten; 
u. 7 Rind; Fig. 74 Taf. 13 
Pferd 
u. 16 Taf. 4 u. 5 
72 Taf. 9 Pferd.) 
Fig. 10, 12, 14 
Pferd und Fig. 
Der obere Teil der Schultergliedmasse, die Schulter und der Ober- 
arm, liegen seitlich an dem Brustkasten; erst vom Ellenbogengelenk ab 
folgt. die freie Gliedmasse. 
a) Die Schulter (Fig. 74 Taf. 13 Pferd) liegt derart schräg seit- 
lich am Brustkasten, dass sie mit ihrem Gelenkende nach vorn und unten 
gerichtet ist und dass sie mit der Rumpfvertikalen einen Winkel von 
ca. 400 bildet. 
Lage und Länge des Schulterblattes. Im Speziellen ist betreffs der Lage des 
Schulterblattes zu bemerken, dass die Schulterblattbasis vom freien Ende des 
1. (Schwein, Fleischfresser) oder 2. (Pferd, Rind) Brustwirbeldornfortsatzes bis zum 
oberen Ende der 3. (Schwein) oder 4. (Hund) oder  (Rind) oder  (Pferd) 
Rippe reicht. Der der Sehulterblattbasis aufsitzende Schulterblattknorpel über- 
ragt bei Pferd, Wiederkäuern und Schwein das Schulterblatt beckenwärts um 1-2 
Rippen; sein freier Rand liegt so hoch oder sogar noch höher (Rind) als das freie 
Ende der entspr. Brustwirbeldornfortsätzc. 
Der Nackenwinkel des Sehulterblattknorpels liegt neben dem freien 
Ende des 1. (Schwein) oder 2. (Rind, Pferd) Brustwirbeldornfortsatzes, der Rückenwinkel
        

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