Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1881066
ISIS 
erhebt. SClIVSVELIIZXKYÄTJES geht die Lende in die Kruppe über, von der sie 
deutlich abgesetzt ist. Leistungsfähige Pferde besitzen eine kurze und 
breite Lende. Seitlich ist sie von der Weichen Bauchwantl deutlich 
durch eine Linie begrenzt, die durch die Enden der Querfortsätze der 
Lendenwirbel bedingt wird und neben, bezw. abwärts von welcher 
sich eine m. 0. w. tiefe Längsgrube, die Hungergrube (54 in Fig: 74„ 
'l"af. 13, Pferd), befindet. 
Der weiche Bauch hebt sich von der Seitenbrust durch den Rippen- 
bogen ab, der bei mageren Tieren deutlich sichtbar ist. Aufwärts bemerkt 
man an seiner Grenze zur Lendengeg-enrl den ausseren Rand der Lende und 
rückwärts den Hiifthöcker und die vordere Grenze der Becken- und Ober- 
schenkelmuskulatur. Am weichen Bauche selbst bemerkt man am Über- 
gange der unteren zur seitlichen Bauehilaizhe den Übergang des ausseren 
schiefen Bauchmuskels in seine Sehne (52 in Fig. 74) in Form einer 
Furche, welche fast parallel mit dem Rippenbogen und nahe demselben 
verlauft und besonders beim angestrengten Atmen (bei Anstrengungen, 
Atembeschwerden u. s. w.) sehr deutlich wird. Ungefähr in der 
Verlängerung dieser Rinne stösst man auf eine vom Bauche zum Knie, 
bezw. zum unteren Ende des Oberschenkels ziehende Falte, die sogen. 
Kniefalte, die sich beim Rinde bis zum Unterschenkel herunterzieht 
(s. S. 178). Ausserdem markiert sich an der Bauchwand noch derjenige 
Teil des inneren schiefen Bauchmuskels, der vom Hüfthöcker nach den 
letzten Rippen-Rippenknorpelverbindungen zieht. Nach oben davon, bezw. 
zwischen ihm, der letzten Rippe und den Querfortsätzen der Lendenwirbel 
und dem Hüfthöcker ist die seitliche Bauchwand in der Regel grubig ver- 
tieft zur H ungergrube (Flankengrube) (s. oben). 
An der unteren Fläche des Bauches und des Beckens findet man 
bei männlichen Tieren den Schlauch mit dem Penis und den Hoden-q 
Sack und bei weiblichen Tieren das Eilter. 
Der Hodcnsack stellt eine zur Aufnahme der beiden Hoden bestimmte Haut- 
tasche dar, welche beim Pferde an der unteren Bauchwand direkt vor dem Scham- 
bein, bei den YViederkäuern ein wenig weiter vorn, beim Hunde etwas, bei 
Schwein und Katze hingegen erheblich weiter hinten liegt, sodass er bei den 
letzteren 'l'ierarten geradezu an der hintern Seite des Beckens unter dem After liegt  
diese 'l'asche lässt äusserlich in der Mitte eine Hache Längsfurche erkennen. Die im 
Hodensack gelegenen Hoden sind m. 0. w. eiförrnig, nur bei den Fleischfressern 
mehr kugelig; sie erreichen beim Schuf- und Ziegenbock und beim Eber eine beden- 
tende Grösse, während sie bei den Fleischfrcssern verhältnismiissig klein bleiben. 
Beim Pferde liegen die eiförmigen Hoden ungefähr parallel mit der Körperlängsachsc 
im Hodensack, während sie bei den Wiederkiiuern senkrecht zur Körperachse ge- 
richtet sind und beim Schweine und den Fleischfressern schräg liegen. Beim Pferd 
bildet der Hodensack einen an seinem blinden Ende weiteren, nahe dem Bauche 
etwas eingeschniirten Hautsack, der mit feinen Haaren besetzt ist. Bei den Wieder--
        

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