Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1881054
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Unterbrust, d. h. den beim stehenden Tiere dem Boden zugekehrten 
Teil der Brnstwand fort. An der Ilnterbrust nimmt man in der Mitte 
den Brustbeinkamm, bezw. den mittleren Teil der ansseren Fläche des 
Brustbeines Wahr. Seitlich davon liegen Muskelmassen. Im allgemeinen 
ist die Unterbrust beim Pferde bei dem auf dem Rücken liegenden Tiere 
in der Mittelebene am höchsten und fällt beiderseits ziemlich steil ab. 
Beckenwarts von dem Arme nimmt man, von unten gesehen, die S. 194 
schon genannte obere Grenze des tiefen Brustmuskels und die äussere 
Brustvene wahr. Die Form, Breite und Höhe der Vorderbrust sind nach 
der Rasse u. s. w. der Tiere verschieden. 
Der Brusthöhleneingang ist je nach der Tierart verschieden 
und plastisch ohne Bedeutung. 
Der Brustrücken. Der Brustrücken zerfällt in die Zwischenschulter- 
gegend (Widerrist des Pferdes) und den übrigen Brustrücken. Die 
Zwischenschultergegend ist die höchste Partie des Rückens; sie steigt vom 
Halse ab ziemlich steil an und fällt dann schwanzwärts allmählich ab; 
sie nimmt fast 9,5 der Länge des Brust-rückens ein. Bei fetten Pferden 
tritt der Widerrist Weniger als bei mageren Tieren in die Erscheinung. 
Bei edlen, gut gebauten Pferden ist der Widerrist lang und reicht bis 
zum 15. und 16. Brustivirbel. lNI-an bemerkt in dieser Gegend und am 
übrigen Brustrücken allenfalls die durch eine schwache Langsvertiefung 
markierte Gegend des Nackenbandstranges und seitlich die untere Grenze 
des Endes des Halsteiles des Rauten- und des Brustteiles des Kappen- 
muskels und weiterhin auch die des Darmbeinrippenmuskels (s. S. 194). 
Der übrige, zwischen W iderrrist und Lende gelegene Teil des Brust- 
rückens (der eigentliche Rücken) des Pferdes ist sehr kurz, namentlich 
bei edlen Pferden. Ein langer Rücken ist ungünstig; für die Leistungs- 
fähigkeit der Pferde. Die Form des gesamten Brustrückens ist je nach 
Rasse und Individualität verschieden; man spricht von geradem Rücken, 
Senkrücken u. s. w. i 
Auch die Tiefe und Breite des 'l'h0rax Wechseln nach lüerart, Rasse 
und Individualität. Das Allgmaineine ergiebt sich für Pferd und Rind aus 
Fig. 64 auf Tafel 14 des Pferdes und 15 des Rindes. Der 'l'h0ra,x der 
Fleischfresser ist nicht seitlich komprimiert, sondern mehr tonnen- 
förmig. 
Der 
Bauch. 
Man unterscheidet den Bauchrücken und den weichen Bauch. 
Der Bauchriicken stellt die Lende oder Lendengegend dar. Man 
sieht in derselben mitten meist eine Längsrinne, neben der sich rechts 
und links die von der Haut überzogene Rücken- und Gesässmuskulatur 
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