Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1880929
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Der Mund bildet den Eingang in die die Zunge beherbergende 
Mundhöhle. Nur unter besonderen Verhältnissen (beim Beissen, bei 
der Nahrungsaufnahme u. s. w.) können einzelne Teile der Mundhöhle 
plastisch in Betracht kommen, und zwar vor allem die Zungenspitze, die 
Zähne und ein Teil des harten Gaumens. Die Zähne (das Gebiss) sind 
bereits S. 58 besprochen worden. Der etwa sichtbar werdende Teil der 
m. o. w. roten Zunge ist bei den Pferden, Schweinen und Fleischfressern 
platt und bei den Rindern dicker und plumper. Der etwa zu Tage 
tretende harte Gaumen ist mit leistenartigen Quervorsprüngen, den 
Gaumenstaffeln, und einer mittleren Langsrinne versehen. 
Die Nase. Bei den Tieren iliesst die Nase mit dem Gesicht und 
der Oberlippe zusammen; eine aussere Nase, die der in der Mitte des 
menschlichen Gesichts vorhandenen, pyramidalen Vorragung; entspricht, ist 
bei den Säugetieren nicht vorhanden. Man bezeichnet aber den über 
der Mundhöhle gelegenen, vorderen Teil des Kopfes als Nase, weil der- 
selbe die Nasenhöhlen beherbergt und an seinem vorderen Ende die Nasen- 
löcher besitzt. Das knöcherne und knorpelige Skelett der Nase ist S. 50 
u. 65 beschrieben und dabei darauf hingewiesen worden, dass der Vordere, 
an die Nasenlöcher anschliessende Teil der Seitenwand der Nase, der bei 
den anderen Tieren knorpelig gestützt ist, bei dem Pferde keine Stütze 
hat und mithin weich ist. Die Nasenlöcher sind beim Hunde und 
den Schweinen mehr rundlich, bei den Wiederkauern und Ein- 
h ufern mehr oval oder halbmondförmigx  Das halbmondförmige, nach 
innen konvexe Nasenloch des Pferdes, das beim angestrengten 
Atmen fast kreisförmig; Wird, zerfallt deutlich in 2 Abteilungen, das 
obere, kleinere, falsche und das untere, grössere, wahre Nasenloch, die aber 
miteinander kommunizieren. Das falsche Nasenloch führt in einen blinden, 
reichlich fingerlangen Hautsack, der an, bezw. in der Wand der weichen 
Nase liegt und Nasentrompete genannt wird; das wahre Nasenloch 
führt in die Nasenhöhle. Die Trennung des Nasenlochs in die beiden Ab- 
teilungen erfolgt durch die von der Haut überzogene Platte der Flügel- 
knorpel, die von innen in das Nasenloch hineinragt. Die Nasen- 
trompete tritt plastisch bei angestrengtem Atmen und besonders dann 
hervor, wenn die Pferde physisch aufgeregt sind, lebhafte Bewegungen 
vollziehen u. dergl. 
Zwischen Oberlippe und Nase und in der Umgebung der Nasenlöcher 
finden sich Fühlhaare; auch an den Nasenlochrandern kommen längere 
Haare vor. 
Am äusserexl Nasenflügel des Pferdes tritt an den1 unteren Winkel 
des Nasenlochs das umgebogene Ende des Flügelknorpels lalastisch in die 
Erscheinung.
        

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