Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1880896
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herab. Als T riel bezeichnet man eine in der Mittelebene an und vor 
der X70rderbrnst liegende Hautfalte des Rindes, welche sich verschieden 
weit am Kehlrande des Halses kopfwärts erstreckt; eine ähnliche Haut- 
falte haben gewisse Schafrassen am Halse. Die Berlocken, kleine 
Hervorragnngen der Haut, finden sich in der Kehlgangsgegend der Ziege. 
Bei Schafen kommt unter dem inneren Augenwinkel eine Schmiergrube 
(die Thräiiengrnbe) vor; bei Schafen und Ziegen findet sich in 
der Leistengegend neben dem Euter eine weitere Schniiergrube, die 
Mammartasehe. Das Klanensäckchen ist plastisch ohne Be- 
deutung: Über dem Ellenbogenhöcker findet sich eine kleine Hautfaltye, 
die Ellenbogqenfalte. 
Die 
in 
1111(1 
direkt 
unter der Haut 
einige Nerven 
liegenden 
Gefässe 
und 
heben sich bei den Einhufern und dem Rinde, z. T. auch bei dem Hunde, 
plastisch sehr gut ab (Fig. 1 'l'af. 1 der einzelnen Tierarten) und sind 
bei der künstlerischen Darstellung der Tiere Wohl zu beachten. Bei den 
stark behaarten Tieren (z. B. den Schafen) treten die Gefässe natürlich 
nicht in die Erscheinung: 1m allgemeinen gilt es als Regel, dass die 
Arterien wegen ihrer tieferen Lage und ihrer g'ering'eren Weite plastisch 
viel weniger in Betracht kommen als die Venen. Die unbenannten Haut- 
venen, die bei edlen Pferden als vollständige Netze plastisch hervor- 
treten, sind unregelmässig; in ihrer Anordnung und müssen am lebenden 
Modell studiert werden. Einen ziemlich regelmässigen Verlauf zeigen 
folgende, plastisch beachtenswerte Venen: die Angesichtsvene und ihre 
Hauptäste am Kopf, die grosse innere Hautvene an den Schulterglied- 
massen, die aussere Brustvene am Rumpf und die grosse innere Haut- 
vene an der Beckengliedinasse. 
Diese Venen werden ihre Erxväthnung' bei der Besprechung; der betr 
Körpengegwanden finden. Von Nerven kommt lalastlisch nur der Änvesichts- 
   w 
nerv am Kopf 1n Betracht. 
Der 
Kopf. 
Taf. 
   
Taf. 13 Pferdfv 
vinzvlnon 'l'iurartvn; Fig. 
Taf. GAS Pferd; Fig. 74 
1 dvr 
und 
10 
11 
Rind 
Die Gestalt des Kopfes ist nach der 'l'ierart und nach dem Ge- 
schlecht. nach der 'l'ierrasse und der Individualität ungwz-nnein Verschieden, 
sodass sich darüber etwas allgemein Gültiges gar nicht sagen lässt. Die 
Verschiedenheiten nach der Tierart ergeben sich zum grössten Teile 
aus den S. 47 ff. geschilderten Verschiedenheiten des Kopfskeletts der 
1er
        

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