Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1880880
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Bei den Fleischfressern iindet man als Bekleidung; des letzten 
Gliedes der 4-5 Zehen Nägel oder Krallen; dieselben bestehen aus 
 , w, der in der Längs- und Querachse gewölbten Krallen- 
   platte, an welcher wir einen stumpfen Rand, 2 schwach- 
  gewölbte Seiteniiachen und eine stumpfe Spitze unter- 
 scheiden können, und der Krallensohle; diese schiebt 
 sich zwischen die beiden freien Ränder der Krallen- 
"lriig.  platte ein, besteht aus losem, bröckligem Horn und ist 
ßpßffwlvßifffl tmli" {.1 i. d. R. etwas vertieft. Es Verdient ausserdem erwahnt 
  zu werden, dass die Krallen einen besonderen elastischen 
 Bandapparat am Zehenriicken besitzen, der das Zurück- 
  ziehen der Krallen bewirkt und dessen Verhalten sich 
e: im zur Genüge aus Fig. 8 ergiebt. 
  An den Fussenden der Fleischfresser iinden sich 
 als besondere Gebilde noch die sogen. Ballen; es sind 
 i du" dies sehr elastische, kissenartige, von der hier haar- 
Fig- 31- losen Haut überzogene Hervorragungen (Polster) an 
Banä" lies dFuSSN der Sohlenfiäche der Zehen. Man unterscheidet den 
es um es" mitten an der den Boden berührenden Sohlenflache 
h aländ vorhandenen, grossen Sohlen- und 4 an der Sohlen- 
cfcszzehenbanen_ flache des letzten Gliedes der 2-5. Zehe vorhandene 
Zehe11bal1en. Ausserdem iindet man noch einen 
kleinen Ballen an der Sohleniiache der zVorderfusswurzel (Carpal- 
ballen) und ein Ballenrudiment an der ersten Zehe. Die Figur 81 
zeigt, wie die Ballen gestaltet sind. 
An 
sonstigen 
besonderen 
Bildungen 
der 
Haut 
Verhalten 
sind ausser dem 
zu erwähnen: 
derselben 
den 
natürlichen 
Körperöffnungen 
Die Kniefalte aller Tiere, der Triel der Rinder, die Glöckchen 
und Berlocken der Ziegen, die Thräneligrube der Schafe, die 
Mammartasche der Schafe und Ziegen u. s. W. 
Die Kniefalte (Fig. 2 Tat. 2 der einzelnen Tierarten) ist eine vor 
dem Oberschenkel, bezw. vor dem Kniegelenke seitlich am Bauch liegende 
Langsfalte der ausseren Haut, die jederseits vom Bauch auf das Hinter- 
bein übergeht; Während aber die Kniefalte des Pferdes über der Knie- 
scheibe an den Oberschenkel tritt, so, dass dicht vor der Kniescheibe der 
untere Rand der IKniefalte mit der Mitte der Kniescheibe abschneidet, 
reicht beim Rinde die Kniefalte viel Weiter herab, sodass sie noch auf 
das obere (beckenseitige) Viertel des Unterschenkels übertritt; beim 
Hunde reicht die Kniefalte bis zum oberen Ende des Unterschenkels
        

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