Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1880850
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Der 
Haarschmuck. 
Was zunächst den Haarschmuck anlangt, so sind ausser den gewöhn- 
lichen, die Farbe des Haarkleides bestimmenden Deckhaaren noch die bei 
verschiedenen Tierarten vorkonnnenden, besonderen Haarbildungen zu er- 
wähnen, so der Haarschopf, die Mähne, der Schwanz und die Haarzotten 
der Einhufer, die Barthaare der Ziegen, die Wolle der Schafe, die lllähne 
des Löwen und dergl. 
Der Haarschopf ist ein Büschel langer Haare, die in der Hinter- 
hanpts- und Genickgegend entspringen und zwischen den Ohren nach 
vorn die Scheitel- und Stirngegend z. T. bedecken. Er ist bei gemeinen 
Pferden grobhaarig und zottig, bei edlen Pferden klein und fein, bei 
Hengsten oft sehr gross und lang: Die Mähnenhaare entspringt-an am 
Mittelranrle des Nackens und bedecken i. d. R. eine, selten beide Seiten 
des Halses. Die Schweifhaare bekleiden beim Pferde die Schwanz- 
rute und hängen verschieden tief herab, beim Rinde bilden sie am 
Ende des Schwanzes die sogen. Schwanzquaste. Die Länge der Schwanz- 
haare des Pferdes richtet sich nicht nur nach der Rasse und Individualitätt, 
sondern auch nach der herrschenden Mode. Die Haarzotten sind Büschel 
längerer Haare an der hinteren Flache des ersten Zehengelenks; sie sind 
bei Tieren niederer Rassen als Köth enschopf stark entwickelt. Bei den 
meisten Tieren kommen an den Lippen, um die Nasenöifnungen, am Kinn 
und am unteren Augenlide noch besondere, starke und lange, straffe 
Haare, die sogen. Fühlhaare vor,__an deren Austritt die Haut kleine, 
knötchenartige Vorragungen zeigt. Über die Augenwinipern und Angeli- 
brauen s. Auge. Beim Rinde finden wir ausserdem ein stärkeres Haar- 
büschel an der Schlauchüffnung, beim Schweine ein solches am Nabel- 
beutel. Es würde zu weit führen, hier die verschiedene Stellung der 
Haare und die bei den einzelnen Tierarten auftretenden Haarwirbel 
(Punkte, von denen die Haare strahlenförmig auseinander gehen) und die 
Haarwälle (d. h. Stellen, bezw. Linien, wo Haare sich kreuzen) zu be- 
sprechen; in letzterer Beziehung' sei auf Fig. 63 Taf. 15 Rind verwiesen. 
Die Entwickelung der Deckhaare ist nach Jahreszeit, Tierart, Rasse u. s. w. 
sehr verschieden; die grössten Verschiedenheiten in der Behaarung zeigt 
wohl das Hundegeschlecht. Unter Abzeichen verstehen wir weisse 
Stellen im Haar und in der Haut am Kopfe und an den Beinen. 
Die 
Horngebilde. 
Das 
von 
1. Die Hufe der Einhufer. 
Ende aller 4 (iliedmayssen der 
einer Hornkapsel, dem Hufe, 
(Fig. 75, 78-83 Taf. 15 u. 16 Pferd.) 
Einhufer ist vorn, seitlich und unten 
umgeben, zu dem sich als elastische
        

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