Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1880809
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eine undeutliche Rinne die Grenze beider Sehnen an. Zwischen diesen 
Sehnen einer- und den tieferen Beugeniuskeln andererseits modelliert sich 
eine grubig-e Vertiefung. Am Mittelfusse hebt sich die oberiiächliche 
Beugesehne durch eine undeutliche Längsfurche von der tiefen Beuge- 
sehne ab. 
2. Der tiefe Zehenbeuger, M. flexor hallucis longus, ist Beuger 
des letzten und indirekt auch der anderen Zehengelenke. Bei aufgesetztem 
Fusse wirkt er tragend und streekend auf das Sprnng- und Fesselgelenk. 
Besonders Wichtig ist seine Wirkung beim Niedersetzen des Fasses; er 
bewirkt das Anklammern des Fusses an den Boden, bezw. das Eingreifen 
desselben in den Boden und zwar in Gemeinschaft mit dem langen 
Zehenstrecker, der die Zehe nach vorn festhält. Beim Hintenausschlagen 
wenden sie beim Pferde die Zehe derart, (lass die Sohlenfiäche den 
Feind trifft. 
3. Der lange oder seitliche Zehenbeuger, M. flexor digi- 
torum 1011 gus, und der hintere Untersehenkelmuskel, M. tibialis 
posterior, sind nur Teile des tiefen Zehenbeugers und verstärken nur 
dessen angeführte Wirkung. 
Der tiefe Zehenbeuger, welcher dem langen Beuger der grossen Zehe 
des Menschen entspricht, entspringt an der hinteren Fläche des Schienbeines und am 
Wadenbein, geht fusswärts und bedeckt nach unten (fusswärts) vom Kniekehlenmuskel 
die ganze hintere Fläche des Unterschenkelskeletts; nahe der Fusswurzel geht er in 
eine rundliche, starke Sehne aus, mit der sich die Sehnen der beiden folgenden 
Muskeln vereinigen. 
Der hintere Unterschenkelmnskel liegt als platter Muskel auf oder unter dem 
vorigen und wird nahe dem Fnssgelenk sehnig. Seine Sehne verschmilzt mit der des 
vorigen. 
Der seitliche (lange) Zehenbenger entspricht dem langen Zehenbeuger des 
Menschen und liegt auf dem inneren Abschnitte des eigentlichen tiefen Zehenbcugers. 
Er entspringt am oberen Ende (Naheende) des Schienbeines neben dem tiefen Zehen- 
beuger und geht beim Pferde schon in der Mitte des Untersehenkels in eine Sehne 
aus, welche an der inneren Seite der Fusswurzel zehenivärts geht und sich am iVIittel- 
fusse bald mit der tiefen Beugesehne vereinigt. 
Die Sehne des tiefen Zehenbeugers und des hinteren Unterschenkelmuskels (tiefe 
Beugesehne) geht über den Rollausschnitt des Fersenbeins an den Mittelfuss, woselbst 
sie sich mit der Sehne des seitlichen Zehenbeugers vereinigt, und dann an diesem, 
bedeckt von der oberflächlichen Beugesehne, zehenwärts. Sie endet am 3. Zehengliede. 
Bei den Wiederkäucrn und dem Schwein verhalten sich die 3 gen. Muskeln 
ähnlich wie beim Pferde; die gemeinsame Beugesehne zerfällt jedoch nahe dem 1. 
Zehengelenke in 2 Schenkel für die beiden Zehen; dazu kommen beim Schweine noch 
schwache Schenkel für die Afterzehen. Beim Hunde ist die Sehne des hinteren 
Unterschenkelmuskels getrennt; die gemeinsame Beugesehne spaltet sich in 4 Schenkel 
für die 4 Hauptzehen. 
Von den besprochenen Muskeln modellieren sich 
sonders bei Kontraktion und Spannung; der seitliche 
beim Pferde, be- 
und tiefe Zehen-
        

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