Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1879145
Brustspitzc und seitlich darüber (halswärts) die rechte und linke Herzgrube. Von der 
Brustspitze zieht sich nach unten und hinten die mittlere Brustfurche. Seitlich von 
dieser befinden sich, durch eine muskulöse Vorwölbung getrennt, die rechte und linke 
seitliche Brustfurche. 
Am Bauche unterscheiden wir den Bauchrüeken oder die Lendengegend und 
die weiche Bauchwand und an letzterer die vordere, mittlere und hintere Bauch- 
gegend. Die vordere Bauchgegend zerfällt in die mittlere Schaufelknorpel- und die 
rechte und linke Unterrippengegend; die mittlere in die mittlere Nabel- und die rechte 
und linke Flankengegend; von letzteren heben sich gegen die Lende hin die Hunger- 
gruben ab. Die hintere Bauchgegcnd zerfällt in die Scham- und die rechte und linke 
Leistengegend. 
Am Becken unterscheidet man die Kreuzbeingegend (Kruppe des Pferdes), die 
Hüftgegenden (Gesäss), an die nach hinten die Hinterbaeken anstossen, die After, 
die Mittelfleisch- und die Schamgegend. An die Kruppe schliesst sich die Schwanz- 
wurzel und an diese der freie Schwanz (die Schweifrübe) an. 
Die 
Gliedmassen 
zerfallen 
die 
Schulter 
und 
Becken- 
gliedmassen. 
Die Sehultergliedmasse beginnt mit der Schulter (mit Schulterblattknorpel- 
und Schulterblattgegend). Die Schulter geht im Buggelenk (Achselgelenk, Achselhöhe, 
Bugspitze) mit der Achselhöhe in die Ober- und diese im Ellenbogengelenke in die 
Untcrarrngegend (mit der Ellenbogengegend) über. Es folgt dann die Vorderfuss- 
Wurzel (das Vorderfussgelenk, Handgelenk), der Vordermittelfuss, das erste Zehen- 
gelenk, dann die erste, zweite und dritte Zehe (Kronenbein, Hnfbein, Fesselbein des 
Pferdes) mit dem zweiten und dritten Zehengelenk (Kronen- und Hufgelenk des Pferdes). 
An den Beckengliedmassen folgen von oben nach unten: Beckengegend, 
Pfannengelenk (Hüftgelenk), Oberschenkel, Kniegelenk, Unterschenkel, Hinterfuss- 
wurzel (Fussgelenk) und Hintermittelfuss, erstes Zehengelenk, die Hinterzehen mit den 
Zehengliedern und den Zehengelcnken. 
Im Inneren besitzt der Tierkörper als Grundlage die als Achse fungierende 
WVirbelsäule, die aus den einzelnen hintereinander gelegenen Wirbeln besteht. 
An diese legen sich seitlich die Gliedmassen an. Vorwärts verbindet sich die Wirbel- 
säule mit dem Kopfe. 
Anatomische Kunstausdriicke. Behufs Vereinfachung der anatomischen Schilde- 
rung und zur Vermeidung von Missverständnissen sind gewisse Kunstausdrüeke in die 
Anatomie eingeführt worden. Diejenige Körperebene, welche den Körper in zwei seit- 
liche, einander gleiche oder höchst ähnliche Hälften zerlegt, wird Mittelebene oder 
Mediancbene genannt. Man unterscheidet nun median gelegene, unpaare, und 
seitlich, lateral gelegene, paarige Teile. Die unpaaren Teile zerfallen meist in 
zwei symmetrische Hälften; selten sind sie asymmetrisch, wie gewisse Eingeweide 
(Magen, Darm, Leber u. s.  Alle gegen die Mittelebene gerichteten Flächen, 
Ränder, Winkel und Teile werden als mediale, innenseitige, oder inkorrekter 
WVeise auch als innere bezeichnet, während allcs der Mittelebene  Abgewandte 
lateral, aussenseitig, aussen, genannt wird. YVeiterhin unterscheidet man am 
Körper eine Rückenlinie und Rückenfläche, eine Bauchlinie und Bauchfläche, ein 
Kopf- und ein Schwanzende. Darnach werden die Bezeichnungen bauehwärts, 
bauchseitig (ventral, d. i. unten bei den Tieren oder vorn beim Menschen), rücken- 
wärts, rückenseitig (dorsal, oben bei den Tieren, hinten beim Menschen), 
schwanzwärts, schwanzseitig (kaudal, rückwärts, hinten bei den Tieren 
oder unten beim Menschen), kopfwärts (kranial, vorwärts, vorn bei den Tieren,
        

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