Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1880734
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der mittlere Gesässmuskel, der direkt auf dem Darmbein, dem breiten Beckenbande und 
dem der Kapsel des Pfannengelenkes aufgelagerten, kleinen G-esässmuskel liegt. Das 
Darmbein ist fast vollständig von Muskeln verdeckt; nur der laterale und mediale Darmbein- 
winkel (Hüft- und Darmbeinhöcker) schieben sich bis zur äusseren Haut vor. Hinter 
den erwähnten Gesässmuskeln, also in der hinteren Hälfte des Beckens, folgt auf 
die äussere Haut zunächst der starke Wirbelkopf des zweiköpfigen Schenkelmuskels; an 
diesen reiht sich der Wirbelkopf des halbsehnigen und an diesen, die hintere Kontur 
des Beckens bildend, der Wirbelkopf des halbhäutigen Muskels an. Auf diese Muskeln 
folgen das breite Beckenband und das Sitzbein. 
Aufbau des Oberschenkels. Das Oberschenkelbein ist rundum von 
Muskeln umgeben. An der vorderen Fläche desselben und seitlich liegt 
direkt am Knochen der vierköpiige Schenkelnmskel; vor und lateral (aussen 
vor) demselben findet sich nahe dem Becken nur das Ende des Spanners 
der Schenkelbinde und dessen sehnige Endausbreitung; die vordere Fläche 
Stösst teilweise an den Bauch und wird von der Kniefalte z. T. verdeckt. 
Aussen (lateral) legt sich auf den hinteren-unteren Teil des vier- 
köpfigen der zweiköivfige Schenkelmuskel. Innen liegt am vierköpfigen 
Schenkehnuskel auf eine geringe Breite der Schneidermuskel. Hinter 
dem Oberschenkelbein liegen gewaltige Muskelmassen und zwar die als 
innere und hintere Oberschenkelmuskeln besprochenen Muskeln. Von 
hinten (der Sclnvanzseite) aus gesehen, liegt in der Mitte der halbsehnige, 
nach aussen von ihm der zweiköpfige und nach innen der halbhäutige 
Schenkelmuskel; dann folgen gegen den Knochen hin innen der grosse 
und kleine Einwärtszieher und der_ Kammmuskel und nach innen von 
diesen Muskeln, an der Haut, der schlanke Schenkelmuskel. Die den 
Oberschenkel umgebenden Muskeln haben wir vorstehend sämtlich be- 
sprechen. 
b) Die eigentlichen Gliedmassenmuskeln. 
23 u. 25 Taf. 16 u. 17 Pferd und Taf. 7 u. 8 Rind; Fig. 
Pferd und Taf. 5 Rind; Fig. 59 u. S2 Taf. 14 Pferd.) 
Taf. 
12 
Da wir aus den angeführten Gründen das Becken zum Rumpf ge- 
rechnet haben und die von diesem Gesichtspunkte aus als Rumpfglied- 
massenmuskeln zu bezeichnenden Muskeln bis zum Kniegelenk herab- 
reichen, so müssen die eigentlichen Gliedmassenmuskeln vom unteren 
Ende des Oberschenkels ab zehenwärts (also am Unterschenkel und am 
Fusse) liegen. 
Die Muskeln am Unterschenkel. Der Unterschenkel hat eine 
nahezu kegelförmige Gestalt; die stärkeren Muskelmassen liegen oben, 
gegen den Oberschenkel hin, sie verdünnen sich fusswärts und gehen 
schliesslieh in Sehnen aus. Das Skelett des Untersehenkels, welches vom 
Schien- und Wadenbein gebildet wird, ist vorn (kopfseitig), hinten 
114:
        

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