Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1880632
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und liegen an der Kruppe und Hinterbacke. Sie Wirken auch als Er- 
heber des Rumpfes, wobei im Pfannengelenk der Drehpunkt (Hypomochlion) 
gegeben ist (s. Vorn). Die Gliedmasse führen sie rück- und auswärts, 
und den Rumpf vor- und einwärts. 
an. Die Gesässniuskeln, welche iiur auf das Pfaniien- 
gelenk Wirken. 
Die Fleischmasse der Kruppenmuskeln wirkt wesentlich bestimmend auf die 
Form der Kruppe ein. Die gesamte Fleischmasse liegt direkt unter der Haut und 
modelliert sich durch dieselbe; nur der vordere Rand ist vom Spanner der Schenkel- 
binde und der hintere Rand bei einigen Tierarten durch besondere Hinterbacken- 
muskeln (s. S. 151) verdeckt 
Wenn die Gesässinuskeln zusammenwirken, dann strecken sie das 
Pfannengelenk und drehen dabei das Kniegelenk etwas nach innen; bei 
freiem Schenkel führen sie denselben unter 
Streckun  des Pfannen elenks riickwärts- bei Lüttler" Gesässnh 
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auf den Boden aufgesetztem, feststehendem Beine _  ß Kleiner 
treiben sie den Rumpf vorwäirts. Bei den Tieren,  Gesilssm. 
bei denen der mittlere Gesassniuskel mit dein 
Lendenkopf ausgestattet ist, überträgt dieser die 
Kraft, bezw. die Vilirkung; der Gesässiuuskeln auf M 
den langen Rückenniuskel und umgekehrt. Wirkt 
der kleine Gesässmuskel allein, dann dreht er K 
das Kniegelenk nach der Mittelebene hin. Der 
äussere Kopf des oberflächlichen (grossen) Gesäss- Fig. 67. 
muskels allein wirkt mit deni Spanner der 
Sclienkelbinde zusammen liebend auf das Bein und beugend auf das 
Pfannengelenk und damit also vorfülirend auf die Gliedmasse. 
1. Der kleine (tiefe) Gesässninskel, M. glutäus minimus; er liegt in der 
'l'iefe unter dem mittleren Gesässmuskel, der ihn ganz verdeckt, zwischen dem Pfannen- 
kammc und dem vorderen, niedrigeren Abschnitte des grossen Rollhiigels. 
2. Der mittlere GGSäSSIIXIISkGI, M. glutäus medius; er liegt als eine gewaltige, 
derbe Fleischmasse auf dem Darmbeine und dem breiten Beekenbande, reicht nach 
innen (medianwäirts) bis an die Würbelsäule und überragt nach aussen (lateral) die 
Darmbeinsäule, sodass sein äusserer (lateraler) Rand ungefähr eine gerade Linie vom 
Hüfthöcker bis zum grossen Rollhügel bildet. Dieser äussere Abschnitt liegt auf dem 
ebenfalls nach aussen über das Skelett vorragenden inneren Darmbeinmuskel und deckt 
denselben zu. Bein-i Menschen und bei. den Fleisch fressern überragt der Muskel, 
der sich an der Darmbeinschaufel vom Hüfthöcker bis zum Darmbeinhöcker ansetzt, 
den Darmbeinkamm kopfwärts nicht. Bei den übrigen Haustieren bildet der 
Muskel noch einen beim Pferde starken, dreieckigen, kopfwärts zulaufenden Muskel- 
kopf (Lendenkopf), der in einer flachen Grube des langen Rückenmuskels ruht und 
an dem sehnigen Überzuge dieses Muskels entspringt. Der mittlere Gesässmuskel 
endet am grossen Umdreher (Rollhügel). 
Der grosse (oberflächliche) Gesässinuskel, M. glutäus maximus. Dieser beim 
Die
        

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