Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1880616
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und dass die Bewegungen des Beckens im grossen und ganzen die gleichen 
Bewegungen des Rumpfes nach sich ziehen. Die Seitwärtszieher des 
Beckens sind Seitwärtszieher des Rumpfes u. s. w. Die eigentlichen 
Gliedmassen werden im Pfannengelenke bewegt und arbeiten von hier 
aus. Dieses Gelenk stellt auch den Drehpunkt des Rumpfes, z. B. beim 
Erheben des Vorderteils u. s. w. dar. Damit erscheint es gerechtfertigt, 
das Becken physiologisch zum Rumpf zu rechnen. 
Die Rumpfschenkelmuskeln liegen z. T. an der Aussen-, z. T. an der Innenseite 
des Beckens. Die an der Aussenseite liegenden Muskeln befinden sich entweder rücken- 
seitig (oben, gegen die Rüekenlixiie hin) oder seitwärts oder hinten (schwanzwäirts, 
schwanzseitig) oder unten (schenkelwärts, sehenkelseitig) vom Becken. Die oben 
(riiekenseitig) und seitlich vom Becken liegenden Muskeln heissen iiussere und die 
an der Innenseite des Beckens gelegenen innere Hiift- oder Becken mu skeln, die 
hinten (schwanzseitig) befindlichen werden Hinterbaekenmuskeln und die unten 
(schenkelseitig) liegenden, die an der unteren Beckenwand entspringen und an der Innen- 
seite des Oberschenkels gelagert sind, innere Oberschenkelrnuskeln genannt. Die 
Hinterbackenmuskeln reichen vom Becken auch auf den Ober- und mit ihren Enden 
sogar noch anf den Unterschenkel und heissen, soweit sie am Oberschenkel liegen, 
hintere Oberschenkelmtlskeln. 
 
x x K. 
  K, i 
Nenner  Mx 
Lendennl. X  
Lenden- 
Darmbeluzu. 
Fig. 05. 
   Innerer 
Verstopfungsln. 
Äusserer  Wx 
Verstopfnrxgsrn. f" K. 
Viereckiuer  
Srhcukehn. 
Fig". 66. 
Die inneren Hüftmuskeln (Textiig: 65 u. 6G) sind der Lenden- 
darnibeinniuskel, M. iliopsoas, der aus dem grossen Lendeninuskel 
und dem inneren Darnibeinniuskel besteht, der inn er e. Ver s to pf ungs  
niuskel, M. obturator internus, u. A. Gewöhnlich rechnet. man dazu 
auch noch 2 RlllllfbflllllSkelll, den kleinen und viereckigen Lenden- 
in uskel (s. S. 111). Alle diese Muskeln sind plastisch ohne Bedeutung, 
weil sie an sich und im Zustande der Ruhe auf die Körperform ohne 
Einfluss sind. 
Als iiussere Hüftmuskeln bezeichnet man den grossen (oberflächlichen), mitt- 
leren und kleinen (tiefen) Gesässmnskel, den birnförinigen Muskel und den 
Spanner der Schenkelbindc; die 4 erstgenannten Muskeln bilden die gewaltige 
Fleischmasse dcs Gesässes, bezw. der Kruppe; der Spanner der Schenkelbindc bildet 
nur den vorderen Abschluss dieser Fleischmasse grägen den Bauch. Beim Menschen 
und den Fleischfresser n wird die sehwanzseitigc Begrenzung des Gesässes (der
        

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