Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1880564
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ist. Beim Rinde und Schweine spaltet sich die Sehne in 2 und bei den Fleisehfressern 
in 4 Sehnen, von denen sich eine jede so wie die Sehne des Pferdes verhält. 
Der Muskel selbst 1110 delliert sich beim lebenden Tiere nicht 
durch die Haut, wohl aber seine Sehne. 
Aufbau des Unterurmes. (Fig. 58, Taf. 14 Pferd.) Auf dem die Grundlage 
des Unterarmes bildenden Knoehenskelett liegt vorn der dicke äussere Speichenmuskel 
und nach ausscn von diesem der dünnere gemeinschaftliche Zehenstrecker und aussen 
von diesem der (beim Pferde) noch dünnere seitliche Zehenstrecker. Am oberen Teile 
des Unterarmes liegen diese 3 Muskeln dicht aneinander; ja nahe dem Ellenbogen- 
gelenk liegt der erstgenannte sogar auf einem Teile des zweiten und verdeckt diesen 
zum Teil. Der zweit- und drittgenannte Muskel liegen zunächst (nahe dem Ellenbogen- 
gelcnke) aussen; nur der äussere Speichenmuskel liegt ganz vorn. Fusswärts werden 
die 3 Muskeln dünner und gehen in ihre Sehnen aus und zwar der äussere Speichen- 
muskel schon kurz unter der Unterarmmitte, dann folgt der gemeinsch. Zehenstrecker 
und am Anfange des letzten Drittels des Unterarms der seitliche Zehenstrecker. Fuss- 
wärts treten mithin. Zwischenräume zwischen den 3 Muskeln auf; dabei wendet sich 
der gemeinschaftliche Zehenstreckci- immer mehr auf die vordere Speichentlaehe. In 
dem Zwischenraume zwischen dem Eiusseren Speichenmuskel und dem gemeinsch. 
Zehenstreckcr kommt in der unteren Hälfte des Unterarms der schräggefaserte Strecker 
der Vorderfusswurzel zum Vorschein, der hier direkt am Knochen liegt. 
An der hinteren Seite des Unterarmes stossen die Muskeln, welche bis zur 
Fusswurzel alle in ihre Sehnen übergehen, fast in einem Halbkreise an die Haut. Die 
oberfiächlichste Lage bilden der innere und äussereEllenbogenmuskel, welche 
in der hinteren Mittellinie zusammenstossen; nur im oberen Viertel des Unterarms 
schiebt sich zwischen beide der schmale hintere Ellenbogenmuskel ein. An den 
inneren, bezw. vorderen Rand des inneren Ellenbogenmuskels reiht sich der innere 
Speichen mu skel an, der ebenfalls an die Haut stösst und mit seinem vorderen Rande 
an die Speiche grenzt. Der äussere Ellenbogenmuskcl hingegen stösst nach vorn an 
den seitlichen Zchenstrecker. Unter (bedeckt von) dem inneren Ellenbogenmuskel liegt 
der oberflächliche Zehenbeuger und am tiefsten, von den gesamten bis jetzt 
genannten Muskeln umgeben, der tiefe Zchenbeuge r. 
Der 
Vorderfuss. 
Die Muskeln des Vorderfusses entsprechen den Muskeln der Hand 
des Menschen. Bei den einzehigen Haustieren sind nur noch Rudimente 
derselben vorhanden. Man findet beim Pferde 3 vollständig sehnig' ge- 
wordene Zwischenknochemnuskeln und 2 fast sehnige Wurnnnuskelii. Von 
diesen 5 sehnigen Gebilden sind 4 (2 seitliche Zivischenknochen- und die 
2 wurmförinigen Muskeln) so klein und rudimentär, dass sie gar nicht in Be- 
tracht kommen. Der mittlere Zwischenknochenlnuskel (Fesselbein- 
beuger), M. interosseus medius (Textfig.  stellt eine breite 
Sehne dar, die an der hinteren Fläche des Hauptmittelfussknochens (also 
zwischen den beiden Griffelbeinen) liegt. Sie entspringt am oberen Ende 
des Hauptmittelfussknoehens und aus den Bandmassen an der Beugeiiäche 
der Vorderfussivurzel und spaltet sich am unteren Drittel des Mittel- 
fusses in 2 Schenkel, die sich an beiden Sehnenbeinen anheften und je
        

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