Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1879119
Einleitung, 
Die Anatomie der Thiere, Zootomie, beschäftigt sich mit den 
baulichen und gestaltlichen Verhältnissen der Tiere und der einzelnen 
Teile (lerselben. Insoweit sie nur die Haustiere zum Gegenstande der 
Betrachtung macht, wird sie Veterinätranatomie genannt. 
Je nachdem, 0b die Anatomie nur die mit unbewatfnetem Auge sichtbaren 
Teile beschreibt, oder ob sie Vergrösserungsgläsei- (Mikroskope) zu Hilfe nimmt, unter- 
scheidet man eine makroskopische und eine mikroskopische Anatomie. Die 
letztere kommt plastisch nicht in Betracht. Sie kann aber, ebenso wie die Zoologie, 
die Botanik und die Lehre von den Mikroorganismen, für das Kunstgcwerbe von 
Interesse sein, indem sie dem Künstler Formen zeigt, die kunstgewerblich und stilisiert 
wohl zu verwenden sind. Die makroskopische Anatomie wird je nach der Art der 
anatomischen Forschung und Beschreibung und je nach den hiermit verbundenen 
Zwecken in die systematische, topographische, chirurgische und plastische Anatomie 
eingeteilt. 
Die systematische Anatomie stellt die Grundlage der Anatomie für Künstler, 
der plastischen Anatomie, dar. Sie zerfällt in: 1) die Lehre von den passiven Be- 
wegungsorganen (Knochen, Bänder, Knorpel- und Gelenklehre), 2) die Lehre von 
den aktiven Bewegungsorganen (Muskellehre), 3) die Eingcweidelehre, 4) die Gefäss- 
lehre, 5) die Nervenlehre und 6) die Lehre von den Sinnesorganen. Für den Künstler 
kommen für seine praktischen Zwecke im Wesentlichen nur die ad 1 und 2 genannten 
Abschnitte in Betracht; die übrigen Kapitel haben für ihn nur eine untergeordnete 
Bedeutung. In der plastischen Anatomie sind aus diesen Kapiteln nur die äusserlich 
durch die Haut plastisch hervortretenden und sich durch dieselbe modellierendran 
Gefässe und Nerven, die an der Körperobertläche gillegemarl oder bei gewissem Ver- 
halten der Tiere sichtbaren Abschnitte der Eingeweide (z. B. die Zunge, die Scham- 
teile) und von den Sinnesorganen nur die sichtbaren Teile des Seh- und Hörorgans, 
die äussere Haut, die Sinneshaare und Ähnliches zu besprechen?) 
'79) Wer das Bedürfnis fühlt, sich genauer über die Anatomie der Haustiere zu 
informieren, sei hingewiesen auf: 1) Vergleichende Anatomie der Haustiere von Ellen- 
berger 8x Baum, 9. Aufla e, 1900; 2) Atlas anatomischer Abbildungen der Haus- 
tiere von Gurlt, 1829; 3) läeiserings Atlas der Anatomie der Haustiere, 3. Auflage, 
von Ellenberger, 1899; 4) Schmidt, Skelett der Hausvögel, Frankfurt 1867; 
Ellenberger, Baum u. Dittrich, Anatomie der Künstler. 1
        

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