Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Anatomie der Tiere für Künstler
Person:
Ellenberger, Wilhelm Baum, Hermann Dittrich, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878737
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1880458
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anderen Tieren fehlt sie vollständig. 
sich der obere Teil durch die Haut, 
verdeckt wird. 
Beim lebenden Pferde m 0 d elliert 
Während der untere vom Kopfnicker 
Beuger 
des 
Ellenbogengelenks. 
Direkt an dem Oberarmbein liegen ausser dem Rabenschnabel-Arm- 
muskel, einem Abschnitte des dreiköpligen Armmuskels, den Enden der 
Brustmuskeln und dem Ende des Kopfnickers die Beuger des Ellen- 
bogengelenks, nämlich der zweiköpiige und der innere Armmuskel. 
1. Der zweiköpfige Armmuskel (Gerade Unterarmbeuger), 
M. biceps brachii (Textfig. 60 und 61), wirkt als Beuger des Arm- 
gelenks, namentlich, wenn es sich um Krafterhaltung dabei handelt; eine 
ausgiebige Wirkung hat er in dieser Beziehung beim Pferde nicht. Er 
entfaltet vielmehr bei diesem Tiere vor allem seine Wirkung in der 
Richtung des Feststellens und Stützens des Scl1ulter- und des Vorder- 
fussgelenks infolge der von ihm eingeschlossenen, von der Schulterblatt- 
beule bis zur Sehne des M. extensor carpi radialis und mit dieser bis 
zum Mittelfusse gehenden Sehne. Er ist also auch Strecker dieser 
beiden Gelenke und widerstrebt der Beugung derselben beim Empfangen 
der Last durch die Schultergliedmassen. Dadurch, dass er streckend auf 
die beiden gen. Gelenke wirkt, unterstützt er auch die Streckung 
des Ellenbogengelenks, wenn dessen Strecker in Thätigkeit sind, 
und bildet beim ruhigen Stehen die Stütze des Schulter- und Ellenbogen- 
gelenks des Pferdes. 
Der zweiköpfige Armmuskel ist ein starker, rundlicher, nach beiden Enden sich 
versehmälernder, spindelförmiger Muskel, der an der vorderen Fläche des Oberarmes 
liegt, aber von Rumpfgliedmassenmnskeln fast ganz verdeckt wird. Er beginnt bei 
den Haustieren nur an der Schulterblattbeule, geht beim Pferde breitsehnig über den 
mittleren] Rollfortsatz des Armbeines (bei den anderen Tieren durch den Zwischen- 
höekerausschnitt), bildet den starken Muskelbauch, wird nahe dem Ellbogengelenk 
sehnig und endet mit der Hauptmasse an der Beule der Speiche, während ein ddnnerer 
Sehnenschenkel an den äusseren Speichenmuskel tritt und mit diesem an der Beule 
des Mittelfusses endet. 
Der zweiköpiige Armmuskel wölbt die Armportion des Kopfnickers 
vor und modelliert sich auf diese Weise beim lebenden Tiere durch die 
Haut. Er bedingt in erster Linie die Plastik der vorderen Fläche der 
Oberarmgegend. 
2. Der innere Armmuskel (Gewundene Unterarmbeuger), M. brachi- 
alis internus (Textlig. 60), ist der eigentliche Beuger des Ellcnbogengelenks und da- 
mit Verführer des freien Schenkels. Der zweiköpiige Armmuskel wirkt nur unter- 
stützend, aber kräftiger. Ausserdem wird die Beugung dieses Gelenks noch durch die 
Strecker der Fuss- und Zehengelenke und durch die Beuger des Schultergelenks unter- 
stützt. Der Muskel liegt mit seinem Anfangsteile an der hinteren Fläche des oberen 
Abschnittes (Anfanges)-des Oberarmbeines, er windet sich dann um die äussere Fläche
        

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