Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1871900
Erstes Capitel. 
Der bisher bQSPIOChGIIG Thorbau erfuhr aber in römischer Zeit eine auf 
unserem Plane durch Schraffirung von den alten Theilen unterschiedene Erwei- 
terung, indem nach der Stadtseite ein überwölbter e, lang 22,b5  
an ihn angesetzt wurde. Sein Zweck ist dunkel; vielleicht sollte durch ihn 
nur ermöglicht werden, oberhalb des tief in das Terrain eingeschinttenen 
Fahrweges Räume herzustellen, welche öffentlichen Zwecken dienen mochten. 
In der rechten (südlichen) YVand dieses Ganges führt eine Thür in eigenthuni- 
üche, lenggestreckte, überwölbte, von oben du1'ch einzelne Inichtöffnungen 
erhente Räume I1, in denen wir Magazine, sei es öffentliche, sei es an PIIVIMSB 
vermiethete, vermutlien dürfen. Die Fenster dem Eingang gegenüber sind 
modern.  Eine entsprechende Thür g in der linken Wand des Ganges ist schon 
in antiker Zeit vermanert worden; die Räume? Zu Welchen S16 führte, mochten 
ähnlichen Zwecken dienen.  Das Mauerwerk des Ganges und der beiden 
Thiiren gleicht dem des kleinern Theaters und des rämphitheaters: Gebaudc, 
welche sicher der ersten Zeit der römischen (10101119, bilhl nach SOÖV- ChY-i 
angehören; wir dürfen also diese Anlage etwa derselben Zeit zuschreiben  
Der düstere und fast unheimliche Eindruck, welchen dieser Zugang Jetzt 
macht, beruht darauf, dass der Fußweg der sich an ihn anschließenden Straße 
sich bei k plötzlich bis zur Scheitelhöhe des gewolbten Ganges e erhebt "und 
als masgiv verspringende Ecke den obern Ausgang desselben fast zur Halfte 
sperrt. So hat der Eingang für Fußgänger bf keine Fortsetzung, und anderer- 
seits endet das erhöhte Trottoir k an dem Obergeschoss des (xanges e als Sack- 
gasse, welche durch ein theils von Säulen, theils von Pfeilern getragenes Dach 
in eine auf die Fahrstraße geöffnete Halle verwandelt War. Ohne ÄWGIfGl war 
vor Erbauung des Ganges e dieser Zlugimg 
   ihn:  i,     nndliclier und statt ic er: 
I!   ägdllipsildheihiiitgiiiiren setzte sich damals der 
 Gang für Fußgänger ununterbrochen als we- 
 nigstens theilweise von einer Säulenhalleube- 
 ä  decktes lrottoir foit, auf dem man, theils nbei 
   Stufen, theils in allmahlichei Steigung, die 
   Höhe des Apollotempels, der Basilika. und des 
s:   s-i-i  
 "  Forums erreichte. 
   ä ä" Wir haben noch von dem Herculaner 
i   Thor, dem jüngsten und stattlichsten von 
 ä    allen, zu reden. Es ist 14 M. breit und hat, wie 
i    unser Grundriss (Fig. 20) zeigt, eine 4140 M- 
5   breite Einfahrt und zwei 1,35 M- bfeite und 
da  am äußern Ende 4 M. hohe Nebeneingänge 
  für Fußgänger. N der vorderennd hintere 
  ä  i-l_ Theil waren iiberwolbt, so dass wir auch hier, 
DLÄVW dem Schema der älteren Thore entsprechend, 
Fig. 20- P1811 des Herculaner VFhOT-i- einen äußern und einen innerii Durchgang 
und einen beide verbindenden Gang haben. 
Der mittlere, offene Theil des Fahrweges War mit den Fußwegen durch je 
zwei iiberwölbte Durchgänge verbunden. In den Seitenwänden der Fahrstraße,
        

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