Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878355
Anhang. 
Anmerkungen. 
647 
178) zu S. 401. Siehe Pomp. ant. kist. 1763, 13 Aug. iWinckelmann, Send- 
schreiben g 46, sah Inschrift und Altar noch am Platz; Gell's Angabe, Pompeiana 
S. 94 und 109, dass der Altar einen bronzenen Dreifuß getragen habe, der in das 
cabinet secret des Museums geschafft sei, ist demnach unglaubwürdig. 
179) zu S. 401. Dass die Aufmauerung bis zur Höhe der Basis sich ganz herum 
erstreckte, hat die moderne Restauration angenommen; mit welchem Recht, ist jetzt 
nicht festzustellen. Alt ist nur ein kleines Stück zunächst am Grabe des Restitutus. 
Dass die Arbeit der Löwentatzen weit besser ist, als am Sitz der Mamia, muss Nissen 
(Pomp. St. S. 396) gegenüber ausdrücklich festgestellt werden. 
180) zu S. 402. Die Front einschließlich der Cippen misst 7,55 M., von der 
Mitte jedes Cippus gemessen 6,79, die des Monuments, mit dem Fundament, circa 
7,24, die Rückseite des letzteren 7,18, die Tiefe 7,44: doch sind die drei letzten 
Größen schlecht messbar. 25 Fuß würden 7,4 M. sein. 
181) zu S. 403. Nissens (Pomp. St. S. 394) aus Winckelmann geschöpfte 
Annahme, dass das einst hinter der Bank gelegene Grabmal der Mamia nach der 
Aufdeckung zerstört worden sei, ist ganz unglaublich: es hatte unmöglich so spur- 
los verschwinden können. Die Tuiffragmente eines Rundbaues, welche jetzt dort 
liegen, deuten auf einen Durchmesser von über 20 M., müssen also anderswo 
herstammen. Winckelmann ist für Pompeji keine gute Quelle. Ganz falsch ist auch 
Nissens Ausspruch (a. a.  dass das hinter dem Sitz liegende Grab augenschein- 
lich aus späterer Zeit datirt : die Bauart gleicht der des Augustusbogens (S. 74). 
182) zu S. 403. Vgl. Pomp. am. bist. I, 11, Addenda p. 112 ff. Gell's Angabe 
(Pompeiana 1821, S. 109), dass umher an den Wänden Statuen gestanden haben, 
ist nicht verbürgt: die Fundstellen der zu verschiedenen Zeiten (1763, 1812 und 
neuerlich) hier ausgegrabenen Statuen, sowohl männlichen in weiten Togen, wie 
weiblichen in vornehmer und reicher Tracht, sind in den Tagebüchern der Ausgra- 
bungen nicht genau genug bezeichnet, um ihren Standort bestimmen zu können. 
Nissen (Pomp. St. S. 340. 394) erkennt hier einen Begräbnisplatz der Stadtprieste- 
rinnen, in dem auch Freigelassene und Clienten der Göttin aufgenommen worden 
seien. Ohne Zweifel aber ruhte Istacidia Rufilla hier nicht als Priesterin, sondern als 
Angehörige der Familie der Istacidier, welcher noch verschiedene hier gefundene 
Grabsteine angehören, und C. Venerius Epaphroditus war Freigelassener der Colonie, 
nicht der Göttin: siehe Mommsen, C. I. L. X, 1013. Außerdem fand man hier 
Grabsteine der Melissäer und Buccier.  
183) zu S. 404. Vgl. Pomp. am. Im. I, I, p. 236 (si smz trovati degli sclzeleth 
ricoperli con tegole), p. 241 und I, 1, Addenda p. 117. Allerdings ist an diesen beiden 
letzten Stellen nicht von Skeletten, sondern von verbrannten Knochen (ossa bruciate) 
die Rede, allein man fand dieselben in Gräbern in der Erde, deren eines einen hölzer- 
nen, mit Ziegelplatten gedeckten Sarg (an vzwuo clw si crmosceva esserefozmato du zma 
cassu di Zegno rivestita di jübbrica e coverta con tegole) enthalten hatte. Neben den 
Knochen wurden sog. Thränenfläschchen und andere den Todten in das Grab mit- 
gegebene Gegenstände gefunden. 
184) zu S. 404. Spuren von Ausbesserung (Nissen, Pomp. St. S. 385) sind 
nicht ersichtlich. 
185) zu S. 405. Diese Linie liegt nicht, wie Nissen (a. a. O. S. 386) angiebt, 
in der Richtung der weiterhin sich abzweigenden Straße. 
186) zu S. 410. Der Unterbau sowohl der Arriergräber als desjenigen des Labeo 
ist an den des Grabes des Velasius Gratus und des gleichartigen 4 nachträglich an- 
gemauert. 5" und 5b sind an das des Labeo angeinauert, als es schon fertig war. 
187) zu S. 410. Über die Bedeutung des Titels Präfect vgl. Marquardt, Staats- 
Verwaltung 2. Aufl. I, S. 168 HÄ; oben S. 13. Als Rechtsduumvirn des Jahres 26 
n. Chr. kennen wir Libella aus I. R. N. 2209; C. I. L. X, 896.
        

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