Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878284
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Anhang. 
Anmerkungen. 
64) zu S. 138. Vgl. Nissen, Pomp. St. S. 1851i, Man, Pomp.Beitr. S. 1523., 
wo das über die Thür bei lzBemerkte nach dem im Text Gesagten zu berichtigen ist. 
Seltsam sind die Bemerkungen Nissen's zu der im Text besprochenen Vermuthung 
Schönes: nachdem er erwiesen , dass diejenigen Eigenthümlichkeiten des Gebäudes, 
auf welche jene Vermuthung sich gründet, auf Veränderungen nach 63 zurückgehen, 
bemerkt er, dass es schwer fallen würde, gegen dieselbe einen stichhaltigen Einwand 
zu erheben. Aber was spricht denn nun noch für dieselbe? Nach Nissen die Beob- 
achtung, dass, wenn man sich mit Hinzuziehung des Trottoirs und Benutzung der in 
dasselbe eingesetzten Pfähle Seile gezogen denkt, gerade 30 Abtheilungen entstehen, 
so dass also der abstimmende Bürger über Seile kletternd an seinen Platz gelangt wäre. 
65) zu S. 142. Vgl. Nissen, Pomp. St. S. 306 HI, welcher in dem mittleren 
Gebäude das Aerarium, in dem rechten den Sitzungssaal der Decurionen, in dem lin- 
ken das Local der Dnumvirn erkennt. Für das Aerarium stützt er sich eigentlich nur 
auf gewisse cqfres (le pierre mit einigen Gold- und Silbermünzen, von deren Funde 
Breton spricht. Aber wo sollen denn die geblieben sein ? 
66) zu S. 145. Nach Nissen, Pomp. St. S. 205, war die Basilika ursprünglich 
ohne Tribunal, und hinten wie vorn geöffnet; die Widerlegung dieser Ansicht bei 
Mau, Pomp. Beitr. S. 156 ff.  Auch die Apsis der Constantinsbasilika in Rom ist 
durch ein Loch im Boden mit einem untern Raume verbunden. 
67) zu S. 146. Die im Text angedeutete Restauration ist näher begründet bei 
Man, Pomp. Beitr. S. 165 ff. Eine andere Restauration, mit überhöhtem Mittelschiff, 
wird nächstens von anderer Seite versucht werden, einstweilen halten wir unser Urteil 
über dieselbe zurück. Über die Auffindung der kleineren Säulen in der Basilika 
selbst s. Pump. amf. 11m. I. III, p. 113 f'. 
68) zu S. 149. S. hierüber Nissen, Pomp. St. S. 203. 
69) zu S. 150. Vgl. Mau, Pomp. Beitr. S. 1133 ff. 
70) zu S. 150. Ein in einem benachbarten Hause gefundenes Gebälkstück mit 
der Inschrift 171. Artorius M. l. Prim    C. I. L. X, 807 auf das Tribunal der Ba- 
silika zu beziehen, scheint kein genügender Grund vorzuliegen. 
71) zu S. 152. Über die Benennung des Gebäudes, seine Maße, seine Verkür- 
zung zu Gunsten des Isistempels , die dort gefundene Statue, vgl. Nissen, Pomp. St. 
S. 158 H1; über die Maße außerdem Mau, Pomp. Beitr. S. 21.  Ein oberer Um- 
gang ist bei der großen Schlankheit der Säulen nicht anzunehmen ; die an die Süd- 
mauer angelehnte Treppe gehört zum 'llheater. 
72) zu S. 152. Das Nähere in den Ausgrabungsberichten von 1788, Pomp. mal. 
ltist. I, II, p. 41 f., und in den Addenda, p. 168, aus welcher letztern Stelle ersicht- 
lich, dass der Name des Gebäudes von Romanelli ausgegangen. 
73) zu S. 159. Nissen, Pomp. St. S. 244 Hi, sucht zu erweisen, dass die Mar- 
morstufen nicht von den Holconiern, sondern von einer zur Zeit des Unterganges 
noch nicht vollendeten Erneuerung herrühren , und legt besonderes Gewicht darauf, 
dass eine der Treppen zwischen den arme-i aus Tuff erhalten ist. Dieselbe ist aber so 
Sicher modern, wie irgend etwas in Pompeji; das alte Tuiftheater hatte ohne Zweifel 
Lavatreppen. Dasselbe gilt von dem obersten Gesims; dass für dasselbe antike Frag- 
mente benutzt sind, ist möglich, aber nicht erweislich. Übrigens wäre es doch auch 
nicht unmöglich , dass man dies hätte von Tulf lassen wollen. Die nicht ganz 
glatte Bearbeitung des Marmors beruht wohl darauf, dass dies zum Sitzen am be- 
quemsten war. Die von N issen nicht gefundenen Zahlen sind nach wie vor vorhan- 
den. An der Scenawand sind keineswegs so deutlich, wie Nissen meint, zwei Perioden 
Zll llllterßßheiden, und überhaupt ist von einer spätern Restauration als die der Hol- 
conier keine sichere Spur nachweisbar. 
74) zu S. 172. Nissen, Pomp. St. S. 118 3., 240, hat die Erbauungszeit des 
kleinen Theaters und des Amphitheaters noch genauer zu bestimmen gesucht; über 
den dabei begangenen Irrthum s. Mommsen, C. I. L. X, 844. 
7 5) zu S. 173. lll mehren deutschen und französischen Schriften wird dieser 
durch sehr viele eingekratzte Inschriften wichtige Corridor als Gasse oder Gässchen,
        

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