Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878226
634 
Anhang. 
Anmerkungen. 
Strada di Mercurio, Kalksteinperiode: 
Tuffperiode : 
Strada delle Scuole: 
Strada degli Augustali: 
Östl. Verlängerung, Kalksteinperiode: 
Vicus zw. I, 3 und 1,4, Kalksteinperiode 
     
 -VI,l3u.V1,14 
     
Fahrdamm 
Nach dem im Text über die Prellsteine oder (Jippen Gesagten ist Nissen, Pomp. 
St. S. 533 zu berichtigen. Zur Geschichte der Pflasterung in Rom vgl. Mommsen, 
Hermes XII, S. 486. Übqr die oskische Wegebauinschrift vgl. Bull. napul. N. S. I, 
S. 81 ; Jllemorzh della I3. Accad. orcol. VII, Appendice; Huschke. Osk. Sprachdenk- 
maler S. 180; Corssen, Epliem. quilqr. II, S. 166; Nissen, Pomp. St. S. 131. Die 
im Text gegebene Erklärung Nissen's ist wohl dort nicht ganz mit Recht als wahr- 
scheinlich bezeichnet, vielmehr ist ein 50 Fuß breiter Fahrweg eine sehr bedenkliche 
 Sache (vgl. M. Voigt in Bursians Jahresber. XV (1878) S. 375  Dass der Bahr- 
damm der Stabianer Straße früher einmal auf 15 Fuß I 4,1 M. bestimmt war, ist 
möglich, wenn auch davon keine Spuren vorhanden sind. 
26) zu S. 63. Die Vermuthung liegt nahe, dass in diesem kleinen Local, neben 
der Nische für den Maßtisch, ein mit der Controle der Maße beauftragter Beamter 
seinen Platz hatte. 
27) zu S. 65. Die Inschrift des V. Popidius zeigt einen entschieden alterthüm- 
lichern Schriftcharakter als die der sullanischen Zeit zugeschriebenen Inschriften des 
kleinern Theaters, des Amphitheaters und der größeren Thermen. Es ist also auch des- 
halb wahrscheinlich, dass seine Quaestur vor die Deduction der Colonie fällt; vgl. 
Mommsen  L. X, S. 93. 
28) zu S. 66. Wenn die Inschrift I. R. N. 2255, C. I. L. X, 816 wirklich 
zum Augustustempel gehört, so standen an der Stelle desselben vorher Privatgebäude, 
da Mamia solo (z! pecuvzzh sua baute. 
29) zu S. 67. Von dem ältesten Durchgang ist nur der östliche Pfosten erhalten, 
aus ziegelförmigem Kalkstein, auf der Nordseite mit Ziegeln unregelmäßig wechselnd ; 
daneben ein kleines Fenster. Darauf folgten zwei Durchgänge , der jetzige östliche 
und einer in der Mitte, wo jetzt der Brunnen steht. Noch später wurde dann der 
westliche dieser beiden Durchgänge geschlossen, nachdem sein westlicher Pfosten mit 
der anstoßenden Mauer zerstört war (63 n.  An seiner Stelle wurde die ge- 
wölbte Nische mit dem Brunnen hergestellt, wobei an den Ostpfosten angemauert 
wurde, um die Nische dem gegenüberliegenden Laden entsprechen zu lassen. Diese 
drei Phasen entsprechen der Zeit des zweiten, dritten und letzten Dccorationstils. 
30) zu S. 68. Ursprünglich hatte dieser Bogen auch östlich eine Nische wie die 
der Nordseite; die Zusetzung derselben wird von der Marmorbekleidung vorausgesetzt, 
indem der nördlich abschließende Marmorpilaster der Ostseite den Pfosten der Nische 
um 0,18 M. nachSüden überragt; es gingen also derMarmorbekleidung Veränderungen 
voraus, sie ist jünger als der Bogen selbst. Als sie gemacht wurde, konnte eine Zeit- 
lang das Mauerwerk bloß liegen. und aus dieser Zeit kann die Pinselinschrift Vellium 
(U. I. L. IV, 675) stammen, deren junger Schriftcharakter also nicht, wie Nissen 
S. 319 meint, auf die Entstehungszeit schließen lässt. Der Thon ist körnig und von 
ungleicher Farbe ; die Priorität gegenüber dem östlich anstoßenden Bogen, mit sorg- 
fältig geschlcmmtem, gleichmäßig rothem Thon, ist augenfällig. N issens Annahme, das 
Bild des Nero habe wohl in einer der Nischen gestanden, der Bogen aber sei dem 
Tiberius gewidmet gewesen (S. 373), ist wegen der Größe der Inschrift unhaltbar; 
sie ist 0,70 M. hoch, der erhaltene Theil 1,72 M. lang: wenn sie zum Bogen gehört, 
so kann sie nur die Hauptinsehrift sein. 
31) zu S. 75. Dazu kommt, dass das Forum triangulare auch von dem westlich
        

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