Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1878190
Anhang. 
Anmerkungen. 
631 
sante Vorkommnisse kennen dagegen die romantischen Erfindungen über Skelettfnnde 
nicht, so z. B., was P. A. H. 1787 , 14. Juni angeführt ist, wo man acht Skelette 
unter Mauertrümmern fand, oder was 1818, 5. und i). Mai berichtet wird, dass man 
nämlich am Forum nahe beim Iuppitertempel ein Skelett unter einer umgestürzten 
Marmorsäule fand, Thatsachen , welche mit zu den besten Beweisen für das mit der 
Verschüttung gleichzeitige Erdbeben gehören. 
7) zu S. 21. Eine ähnliche Geschichte, die ich nicht zu bezweifeln vermag. ob- 
wohl die Ausgrabungsberichte auch von ihr nichts wissen, wird in der dem II. Bande 
des Zllus. Barium. angehängten Relazionc clegli scavi S. 3 berichtet. Hier heißt es 
wörtlich : D111 einem Laden (außen an den älteren Thermen) fanden sich zwei Skelette, 
augenscheinlich einander umarmend, aus der Beschaffenheit von deren Knochen sich 
auf die Verschiedenheit ihres Geschlechts schließen ließ, sowie aus der Frische ihrer 
vollständig erhaltenen Zähne auf die Frische ihrer Jugendß 
8) zu S. 22. So wird außer von neueren Schriftstellern erzählt in den Ausgra- 
bungsberichten von 1765 d. 8. Juni, P. A. H. I, r, p. 172. 
9) zu S. 22. Der ausführliche Fundbericht vom 12. December 1772 steht 
P. A. H. I, 1, p. 268 f. Mit den 18 Skeletten Erwachsener fanden sich noch die 
zweier Kinder. Beiläufig sei hier bemerkt, dass in den verschiedenen Räumen der 
s. g. Villa des Arrius Diornedes nach Ausweis der Fundberichte (1771, 9. März, 
4. Mai; 1773, 6.13. 20. Februar, 29. Mai; 1774, 30. Juli) außer den hier in Rede 
stehenden 20 noch weitere 14 menschliche Skelette nebst demjenigen einer Ziege und 
eines Hundes gefunden sind. Die Fundorte der meisten bestimmt der Plan La Vega's, 
P. A. H. Taf. IV--VI, Text I, II, p. 118 ff. 
10) zu S. 23. Ganz ähnliche Funde wie die hier in Rede stehenden hat man 
gar nicht selten schon in früherer Zeit gemacht; Skelette über den Rapilli und in 
der Aschenlage und zum Theil in dieser abgeformte Leichen sind z. B. verzeichnet 
P. A. H. I, 1, p. 272 von 1773, 13. Februar (nman erkennt gut, dass die Personen, 
denen diese Skelette angehörten, nachdem sie den Fall der Rapilli überwunden hatten, 
in der Aschenüberschwernmung umgekommen sindu), I, II, p. 33, 1786, 9.November 
(ebenso), p. 36, 1787 , 3. Juni und 14. Juni (zwei und acht Skelette über den Ra- 
pilli), p. 59, 1795, 13. Mai (zwei Skelette ebenso), I, 111, p. 78 f. 1812, LFebruar 
(drei Skelette, 12 Palm über dem Boden in der Asche ; nalle drei Skelettte hatten in 
der Asche die Abdrücke der Körper, welche sie bekleidet hatten, zurückgelassen, aber 
man hat kein ganzes Stück davon aufheben können, weil, als man es versuchte, Alles 
gleich zerfiela) u. dgl. m. 
11) zu S. 25. VgLWinckelmann, Sendschreiben ß 25, Fiorelli im Giomale degli 
scavi fasc. 2, p. 60 sq. Die oft angeführte Inschrift Mommsen N0. 3612 kann schon 
deshalb nicht mit Martorelli, Reg. lkeca calam. p. 37, Winckelmann u. A. auf die 
antiken Nachgrabungen in Herculaneum bezogen werden, weil sie gar nicht daher 
stammt und auf Herculaneum nicht entfernt Bezug nimmt. Richtig fasst die abdita 
locu, die hier erwähnt werden, unter Anderen O. Müller, Handb. d. Archaeol. 
251, s. 
g 12) zu S. 25. Vgl. Mommsen, I. R. N. p. 112, C. I. L. X, p. 90, und Fio- 
relli, Giornale rlegli scavi zli Pumpei fasc. 2, p. 57. Hier wird eine Notiz mitgetheilt, 
welche im Jahre S38 von Pompeji redet, und zwar als von einer nStadt (Jampaniens, 
die mm Zerstört istc (urbs Campaniae nunc rleserta)  Wohl mit Recht bezieht Fiorelli 
diesen Ausdruck nicht auf Altpompeji, von dem nur einige der oberen Theile der 
höchsten Gebäude aus der Verschüttung hervorgeragt haben können, sondern auf den 
Flecken, vielleicht müssen wir sagen das Städtchen N eupompeji, von dessen Ruinen 
in der Gegend des alten, aber weiter gegen den Vesuv hin zahlreiche Spuren gefunden 
worden sind. Vgl. noch Bull. dell Inst. 1865, p. 234 sq., wo Grabcippen aus dem 
3. Jahrhundert unserer Zeitrechnung angeführt werden. 
13) zu S. 26. Vgl. Fiorelli a. a. O. S. 58 und 59. 
14) zu S. 26. Fiorelli a. a. O. S. 60. 
15) zu S. 26. Die Belege sind in den Tagebüchern der Ausgrabungen acten-
        

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