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Drittes Capitel.
Die Malerei.
seinem Zelte zur Laute Singende Achill in einem Bilde der Oasa dei capiiellv7
coloratz" (Lllbg. No.1315) zu erkennen. Von einer Darstellung der Zurück-
briiigung von Hektors Leiche nach 'l'roia in dem Hause des L. Caecilius
Iucundiis (Sogl. N0. 579) ist nur ein kleines Fragment übrig geblieben, wel-
ches durch eine weißhaarig, sonst aber durchaus nicht alt gemalte Hekabe
interessant ist
Von den nachhomerischen Begebenheiten sind nicht so viele ge-
malt, wie man bei ihrer poetischen Berühmtheit erwarten sollte. Hervorgehoben
zu werden verdient eine Darstellung des Palladicnraubes (Sogl. N0. 580),
welche nicht allein als ein ausführlicher Arcliitekturprospect sondern vorzüg-
lich auch dadurch merkwürdig ist, dass den handelnden Personen ihre Namen
in griechischer Sprache beigeschrielien sind. Ferner nicht am wenigsten das
auf einer Wand dritten Stiles (also vor der neronischen Zeit) in einem Hause
Iijigrs-ßw-fj Reg. 21, 14, 30 zu 'l'age gekom-
"T" iiiene eider an einer der wichtigsten
"llidlli st 11 7 1 111-1" 1 k 191d
UMN.) e f. e en iesc a( igte iao ooii ii ,
)))111 dessen "Verhaltniss zu der berühmten
VW Gruppe im Vatican in den letzten
)I 1 Jahren begreiflicherweise vielfach
Vyi") "i 7 h
, erortert worden ist 253). Auszuzeich-
" f i" X
1A l i M; nen sind unter kuiistlcrischem (re-
, _,V siclitspunkte besonders einige Dar-
I; _ stellizngen dlgs Orrest E. s a gif 1T 231i-
1 s, kg W ris H bg. o. 1333 og '0.
)AK 583), auf welche zurückzukommen
K" "1- l i v) WM sein wird, Nennenswertli sind ferner
j lief h, f) einige Bilder aus der Odyssee,
K j ) Ü v) e "K von denen eines, Kirke und Odys-
1; b] seus, schon früher (S. 274 f.) bespro-
7 x x clieii worden ist. Hier sei noch der
iii einigen Wiederholungen (Hlbg.
"igglybi-dysseus u-"r-nc, Penefopa? N0. 1331 ff, Sogl. No. 582) vorkom-
menden Begegnung der Penelope
mit Odyss eus gedacht, von denen Fig. 312 das Exemplar aus dem Macelluin
darstellt.
Während alle bisher besprochenen Bilder, denen sich noch eine ganze
Menge anderer aus mehr vereinzelten Mythen und Sagen, wie Minos und
Skyna? Hera und Leander, Pyramus und Thisbe (Sogl. N0. 600) u. s. w. an-
reihen ließe, unmittelbar oder mittelbar aus griechischen, und zwar künstle-
rischen Quellen geschöpft sind, ist zum Schlüsse noch der sehr bemerkens-
Wjeflihßn Tllatsache zu gedenken, dass die aus römischen Dichtern, aus na-
tlonaler Sage und Geschichte entlehnten Stoffe von der alleräiißersten Selten-
heit unter den Gemälden der verschütteten Städte sind. Alles was sich mit
einiger Sicherheit auf dies Gebiet beziehn lässt, beschränkt sich auf folgende
Gegenstände 254): aus V9 rgils Aeneide Aeneas" Waffnung (Hlbg. N0. 1382,
zweifelhaft), dessen Verwundung(oben S. 322; Hlbg. N0. 1383), ein Fragment mit