Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1877680
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Drittes Capitel. 
Die Malerei. 
sich am leichtesten wird gelangen lassen, wenn auch hier wieder Classen un- 
terschieden werden, als welche sich bieten 1. mythologische Einzeliiguren, 
2. kleinere meistens schwebende Gruppen, als deren Unterabtheilung die 
allegorischen Darstellungen betrachtet werden können, und 3. größere Corn- 
positionen. 
Die größte Menge der mythologischen Einzelfiguren sind schwebende Ge- 
stalten in der Art der oben angeführten läinzerinnen. Es begreift sich leicht, 
dass man zu diesen vorzugsweise solche Personen wählte, bei denen (las Fliegen 
oder das Schweben in lebhaftem Tanze, der von der Erde ernporstrebt oder 
leicht über dieselbe hineilt, und bei denen eben deshalb das Weglassen des 
Bodens im Gemälde ebenfalls natürlich, nicht als bloße Willkür erscheint. 
Nike, Eros, Psyche, Horen oder Personificationen der Jahreszeiten, allerlei 
Genien und Nymphen und daneben Personen des bakehischexi Kreises, 
Bakchantinnen, Maenaden, Satyrn, Kentauren u. a. dgl. bilden den Haupt- 
stamm dieser Gemälde. Jedoch sind die Einzeldarstellungen keineswegs weder 
auf schwebende Gestalten noch auf Personen der angedeuteten Art beschränkt, 
fast alle Gottheiten des Olymp sind nachweisbar und finden sich je nach dem 
  Grundcharakter ihres Wesens 
(Ü i stehend, thronend oder gelagert, 
Ä  seltener in Handlung als in der- 
f XXÄX  jenigen Ruhe, welche das Cultus- 
 l f, (V g  bild auszeichnet und als Gegen- 
  yx  P5"    stand der Verehrung erkennen 
 k d. i,  {j lasst. Mehre dieser göttlichen 
 xxtä  Einzelpersonen? haben aus dem 
 w;  l (Es, angedeuteten Grunde ein großes 
    Ö  j Interesse, und wenngleich uns 
 i  sii 4 i.    manche unbedeutende Darstellung 
   ä' f    yfjl  auf diesem Gebiete (rntgegentritt. 
K, x f l i; S    so fehlen doch auch wirklich groß- 
  u, f l    artige und schöne Gestalten auf 
 {H m    demselben nicht, Ja wir finden 
l,     selbst solche, die neben den be- 
i, X2, f)"   rühmtesten Statuen als wahre 
k       Grundlagen unserer Kenntniss 
  T Ar: i 'A der Darstellung griechischer Gott- 
 l,    l  r  heiten betrachtet werden können, 
l  k,    wovon man sich durch einen 
 IJl 1 x   Blick auf die hierneben abgebil- 
    w dete Demeter aus der (Jasa dei 
  Xäig DiOSCMTÄ (Iilbg. N0. 1764i), gewiss 
wM-Mw HÄQ-z:   
Fig 33g Demeter, aus der Cum (M. Dioscun: eine der bedeutendsten und wur- 
digsten Darstellungen dieser Göt- 
tin: Welche wir aus (18111 Gesammtgebiete der alten Kunst besitzen, leicht selbst 
überzeugen kflllll- Außer den auf der Mitte der NVanrll-larche frei schwebenden 
und den ebenfalls auf der Mitte [von Wand- und Pfeilerfeldern, statuenartig
        

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