Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1877337
Sonstige mythologische Figuren. 
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erwiihnenden Silen erweislieh ist, 'l'räger von Gerathen und Gefäßen oder 
deren Verzierungen in der Art gewesen sein wie der Silen an dem kleinen 
Candelaber Fig. 233 (l oder der bakchische Knabe auf dem Panther an dem- 
jenigen daselbst e, oder aber wie die Figuren auf den Lampendeekelnb in Fig. 
231 0 und p. Fiir den Rest mag sich die ursprüngliche Bestimmung zum Theil 
noch aus den Ausgrabinlgstagebüchern aufiinden lassen, zum Theil bleibt er 
zu errathen. 
In Fig. 288 ab c sind ß 
drei der besseren Mar- f" [il  
morstatilen dieser Art f 1'133  f!   Ä 
vereinigt; a zeigt den  ä    g b  K, 
schon S. 319 erwähnten  {KM    
Satyrn aus dem Peristyl bin Ü _X yfäl   
der CascrcliLur-viezio, wel- er (35,3 r Khrmx 5m? (ßfj 
eher mit der uber den k)  f,  g i,  f, 
Kopf erhobenen Hand X427  4,711 _ gfß  
die Strahlen der Sonne    H  P K,   
abzublenden scheint, um lil  11' Kj   j i 
besser in die Ferne sehn k! {V  N M; 3.. i" T? w l V x 
zu können, ein,wie schon    ä m;   {p 
a. a.  bemerkt wurde, X       
lebensvoll erfundenes und ü   (ff    I-yf  
auch nicht schlecht aus-   lxafxi 
geführtes Bild. Mit b ist FF-Wa" "l 1x c 
eine jetzt im Museum be- Fig. 288. Idealbildwerke aus Marmor. 
iindliche jagende Artemis 
bezeichnet 295), deren Fundort nicht genauer bekannt ist. Die Composition, 
welche sich übrigens ähnlich nicht selten wiederholt, ist vortrefflich, der Eifer 
der Göttin der Jagd und ihr rasches und doch nicht angestrengtes Daher- 
schreiten, welchem der Hund in vollem Laufe kaum zu folgen vermag, sind 
sehr wohl ausgedrückt; nur könnten die Formen weniger derb und die Arbeit 
ausgeführter sein. ])as Haar der Göttin und der Felsen, über welchen der 
Hund daherstürmt, zeigen deutliche Spuren rother Bemalung. Unter c ist eine 
kleine aus dem Bade gestiegene und ihr Haar trocknende Aphrodite mit gelb- 
bemaltem Haar und rosarothcm Gewande bezeichnet, über deren Fundort 
Sicheres nicht feststeht. Es ist dieselbe, über deren nicht aufgeklärtes Ver- 
hältniss zu der im Isistempel gefundenen Figur des gleichen Motivs, aber mit 
angeblich verschiedenen Farben schon oben (S. 536 mit Anm. 208) gesprochen 
worden ist. Ein paar andere nach Gegenstand und Ausführung gleich interes- 
Sante Marmoriiguren aus mythologischem Kreise, Welche nach England ver- 
Zettelt worden sind, bringen die Monumenti ed Annali d. Inst. 1857, tav.40 
und 1855, tav.11. Die erstere zeigt einen auf einem Esel liegenden betrun- 
kenen, die zweite einen von einem Hunde angegriffenen Satyrn. 
Unter den Erzwerken kann auf die zahlreichen ganz kleinen Figuren 
(Sigilla) , unter denen sich auch nur weniges in irgend einer Hinsicht Hervor- 
ragendes findet, im Einzelnen hier nicht eingegangen werden; nur einige
        

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