Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1877204
538 
Zweites 
Capitel. 
Die Plastik. 
des Atrium , in welchem sie noch jetzt vor dem einen Antenpfeiler des Tabli- 
nuin steht, darstellt, uni zugleich zu zeigen, wie harmonisch diese Art der 
Aufstellung wirkt. Auch für (jötterbilder, 
 Im . i.  01:31 (iäääfiziäii 
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lt i'd      des fäezeichnendsteil und Wesentlichen an- 
  "i   i  llllllijhil  kain, ist diese Hernienform seit alter Zeit 
ÄI     i,    vielfach und so auch in Pompeji nicht selten 
    angewendet werden, und zwar ist sie voll- 
lllliji  1,  w" l .  i] kommen berechtigt, wenn niid so lange die 
X1712".  Mm!  1!  v] W  Köpfe in vollkommener Ruhe ohne die 
tilgwlll w,  4. u;      Iltbfgßllßbälllgdßlllür bäsondeiin Bißvegiäg 
  l Yig;  C ist      des 'emiit ies argeste t wert en. asse e 
  phi   kann jedoch nicht gelten, wenn iii den 
iltiwl o,   hltäßliiigjfyjifdlljiä     Köpfen das Gegentheil eintritt, d. h. wenn 
  w     i:    in (lOIISCllJCII eine bestimmte gemiithliche 
lll  ifflihllftlelll   Hliiiii; Bill Situation, sei  Freude oder Trauer aus- 
iilifiifi 1.. "U.   jl i d. llili gesprochen ist, wie in nicht wenigen Bei- 
          spielen auch unter den poinpejaner Hennen. 
f: ß i!Ülilfitltllliäf" i,   ,wi,vx,gly.l Denn hier stellt sich zwischen der Bewegt- 
B  il    w.  heit des Kopfes und der starren Ruhe des 
     fi    in unygefahrer Lange und Breite des Korpers 
"f?     hmlälifhßgli  den lxopt tragenden Pfeilers ein Widerspruch 
  wägt;    heraus, WIVUlCLlIGI das (iaiize wie unfertig oder 
E illf.(lgvßllilqälhluglih,W Jfij;   wienin die Gebundenheit (lBIHVGISiZGIIIBIIIDg 
3;  FzlliliwilwigWlwiälliiliä-Ivllwgi:"lilljlli  11,] "lßplliflliwßlll  erscheinen lasst. 
".135" wirilßnlfatliflillilillliiiilflt Die Gefahr eines solchen Eindruekes 
  wächst bei der zweiten, ebenfalls in Pom- 
  ':h -l enen, ob leich keineswe s 
Fig" 276 Henne des U" Comelius Rufui  lftlliilptfjjisbläiißßllfiillktäl , vielmehr auäh 
aus Griechenland, und zwar schon in sehr 
guter Kunstzeit nachweisbarenü") Form der l-Iermeii, das ist diejenige, welche 
anstatt nur einen Kopf auf den Pfeiler zu setzen, große Theile des ()ber- 
körpers, sei es bis znin Nabel, sei es bis zu den Hüften hinab in natürlichen 
Formen bildet und nur die Beine und Fuße durch einen so oder so gestal- 
teten Pfeiler ersetzt. Ein Beispiel einer solchen Herme in dein PGIilKJlOS 
des Apollotempels ist schon (S. 101, Fig. 53:) besprochen werden, andere 
finden sich z. B. im Peristyl der Oasa di Lucrczio (oben S. 319) und auch sonst 
noch. So vorzügliche griechische Muster dieser Kunstform aber auch auf uns 
gekommen sein mögen, immer bleibt sie als solche aesthetisch schwer zu 
rechtfertigen. Bci ruhiger Haltung und engem Anschluss an die Architektur 
wie im Apollotenipel mag sie erträglich sein , aber "beinahe unerträglich wirkt 
sie, wenn sie selbständig hingestellt oder gar, wie in der (Jam cli Luerezio, 
genreartig in lebendige Jieziehung zu anderen Wesen gesetzt wird. Jene
        

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