Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1876943
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Erstes Capitel. 
Die Architektur und das Bauhandwerk. 
civile, der Gladiatorencaserne, der Palaestra; auch die größeren Peristyle der 
Privathäuser gehören dem Dorismus an, so z.B. in der Uasa del Fauna (S. 352), 
in der Casa del Laberinto (S. 345), in dem Hause des Epidius Rufus (S. 298) ; 
auch der Säulengang an dem klei- 
 Kg s; nen Garten der Oasa di Sallustio 
 ist dorisch (S. 344). Ionisch dage- 
ä  gen oder pseudoionisch und mit 
x   einander ganz übereinstimmend 
 i  sind der Peribolos des Apollotem- 
   l" pels (S. 97) und das erste Peristyl 
I i'  in der Oasa de! Fauna (S. 351). Die 
 mehrfach aufgestellte Behauptung, 
der Dorismus herrsche in Pompeji 
d ß '.l vor, ist also für die Tuffperiode ge- 
  htferti t und nur wenn man die 
qq E  iec g , 
w I: :  Stadt Pompeji, so wie sie aus ihren 
f?) E)  i)   letzten Umwandlungen hervorge- 
Q  E [i  h, gangen ist, ins Auge fasst, muss 
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Q 13K N der korinthischen und einer kor1n- 
ä  thisirenden M1sch- oder Phantasie- 
ä- X  x gattung uberwuchert worden ist. 
5  Von den Bauwerken in dorischer 
ä g  Ordnung, welche freilich nirgend 
ä  in ihrer ganzen Würde auftritt, 
"i  verdient die Colonnade des Forum 
a, triangulare das meiste Lob (Fig. 268 
ä K). a, vgl. für die Einzelheiten Mazois 
g, I; III, 10). Die Säulen sind fast 7 
  (GUS) untere Durchmesser hoch und 
 Eli!  3 Durchmesser von einander ent- 
li femt, eine Leichtigkeit, welche, 
L _A "F obgleich sie bei classisehen Tem- 
  1  XXX i pelmustern vor der makedonischen 
'  Zeit nicht vorkommt, aus dem 
  äx Zweck der Säulen, einen großen 
  X Platz luftig zu umgeben und ein 
  "    "X l nur leichtes Dach zu tragen, sich 
K  gar wohl vertheidigen lasst, und 
welche dadurch um so harmonischer 
erscheint, dass auch das Gebälk verhältnissmäßig leicht  untere Säulen- 
durchmesser hoch) genommen ist. Die mit feinem weißem Stucco überklei- 
deten Inlfsäulen sind vom Boden aus cannellirt, sehr wenig verjüngt (ljg u. D.) 
und ohne Entasis (Schwellung) sowie ohne den energisch hervorgehobenen 
Hals guter griechischer Vorbilder in das Capitell übergeführt, dessen Echinus
        

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