Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1876364
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Fünftes Oapitel. 
der Mittagslinie ihrer je fünf ; außerdem aber sehn wir diese Radien von drei 
Kreislinien geschnitten, welche, antiken Zeugnissen nach, sich auf die ver- 
Winter  
Sommer 
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Sonnen uhr. 
schiedenen Jahreszeiten und die Länge des Gnomonschattens in denselben 
beziehn; die oberen Linien dienten bei niedrigem, die unterste bei hohem 
Sonnenstande, also jene im Winter, diese im Sommer. Diese lzemicyclium 
genannte Art von Sonnenuhren wird auf die Eriindung des Chaldaeers Berosus 
zurückgeführt. 
Bei weitem das meiste Interesse gewähren nächst dieser Sonnenuhr der 
Betrachtung, außer den nicht eben zahlreichen musikalischen Instrumenten, 
deren nur wenige, wie einige nach Art unserer Schalmeien zu blasende Flöten 
und mehre grade Tuben (Posaunen) mehr oder weniger gut erhalten, die 
meisten nur in Bruchstücken aufgefunden sind 195), diejenigen, welche zu tech- 
nischen Zwecken gedient haben. Hier ist denn in Eisen und Bronze die aller- 
größte Fülle vorhanden, beginnend bei Acker- und Gartengeräthen aller Art 
von der Radehacke bis zum Baummesser, die Instrumente mehr als eines 
Handwerks, besonders Tischlerwerkzeuge (Fuchsschwanzsäge und Hobel, 
Hammer und Bohrer u. s. w.)  Vollständig aufgefunden sind auch die Werk- 
zeuge des Bildhauers, von dem schon früher berichtet worden ist. Aber 
alle diese Geräthe entsprechen, abgesehn von ein paar unwesentlichen Ab- 
weichungen in der Form so vollkommen den heutzutage, besonders den in 
Italien gebrauchten, dass es völlig überflüssig istlfsie näher zu beschreiben 
oder vollends abzubilden. Nur einen Zirkel, der bei der Bildhauerei diente, 
theilen wir zur Probe unter der kleinen Auswahl von pompejanischem Mess- 
geräth mit, welche Fig. 257 enthält, und welches dem unsern so ähnlich ist, 
Wie ein Ei dem andern, was übrigens das Interesse an diesen Gegenständen 
nicht vermindern kann. Wir finden zu unterst einen zusammenlegbaren Maß- 
stab von einem römischen Fuß, welcher durch Punkte auf der einen Seiten- 
fläche in zwölf Uncien, durch Punkte auf der untern Kante in sechszehn Digiti, 
die beiden gewöhnlichen Theilungen des Fußes, getheilt ist. Den kleinen 
Halter, durch welchen der auseinander-gelegte Maßstab gesteift, und der,
        

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