Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1876189
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Fünftes Capitel. 
rechts 
und 
den Feuerbecken 
der Thermen 
sich Wiederholt. 
An den vier 
Ecken dieses Heerdehens erheben sich kleine , ebenfalls zinnenbekränzte 
Thürme, welche mit einem Klappdeckel verschlossen sind; wurde dieser zu- 
rückgeschlagen, Wie es bei dem einen Thürrnehen in der Abbildung ersichtlich 
ist, so konnte man ein Gefäß etwa mit zu erwärmender Brühe unmittelbar in 
das heiße YVasser stellen, welches zu anderweitigem Gebrauche durch den an 
der linken F lache erkennbaren Hahn abgezapft wurde. 
Verwandt im Princip, aber abweichend in der Form und von weniger 
einfacher Einrichtung ist der Heerd, den Fig. 239 in Ansicht und Durchsghnitt 
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Fig. 239. Heefd von Bronze. 
darstellt. ])ie Grundlage bildet auch hier eine von vier Sphinxfußen getragene 
Feuerplatte mit einfachem Bande , in dem fünf Handhaben befestigt sind. 
Gegen das eine Ende hin endet diese Platte rechtwinkelig, gegen das andere 
ist sie einerseits halbkreisförmig, andererseits durch ein rundes, tonnenför- 
miges "Bronzegefäiß abgeschlossen. Der halbrunde nach vorn offene Abschluß 
bildet das eigentliche Feuerbecken und ist von dem YVassergefäß mit doppelten 
YVanden umgeben, auf dessen Rande drei Schwäne als 'l'räger eines iiberzu- 
setzenden Kessels stehn. Während also das Wasser ringsum kochte, strahlten 
die Kohlen auch nach oben ihre durch die Wände zusammengehaltene Hitze 
aus, deren Benutzung in diesem Falle augenscheinlich und eben dadurch in 
anderen Fällen wahrscheinlich ist. Mit dem halbrunden YVassergefäß, dessen 
Hahn in Maskenform gearbeitet ist, steht, wie der Durchschnitt zeigt, der 
tonnenförmige Behälter im Zusammenhange, der mit einem Klappdeckel ver- 
schlossen und mit einer Öffnung in Maskenform nahe dem obern Rande ver- 
sehn ist. Es scheint, dass durch das Feuer in dem halbrunden Kohlenbecken 
das Wasser auch in dem größern Gefaß zum Kochen gebracht wurde und dass 
die Öffnung zum Ablassen des Dampfes diente, denn als bloßer Behälter kann 
das größere Gefäß Wegen seiner ganz freien Verbindung mit dem halbrunden 
nicht gelten. War sein Deckel zuriickgeschlagen, so konnte man ein passendes
        

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