Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1875861
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Viertes Capitel. 
Schlosses geschlossen. Das Innere bildet eine durch ein kleines Fenster a 
(Fig. 209) von oben her beleuchtete und mit einem Tonnengewölbe gedeckte 
Kammer, in welche man über zwei Stufen b hinabsteigt, und welche im Hinter- 
gründe eine giebelgekrönte Nische c für den ersten oder hauptsächlichen 
Aschenbehälter, den des Stifters, enthält, wie aus der Abbildung ersichtlich. 
Das in dieser Nische stehende größere Gefäß von Alabaster enthielt wirklich ver- 
brannte Knochen. Um die ganze Grabkammer lauft eine Steinbank d, welche 
andere Aschengefäße von Glas, von Marmor und von Thon, und außerdem 
mehre bronzene Lampen trug, mit denen wahrscheinlich an den Feralien, 
dem römischen Allerseelenfeste, das Grab beleuchtet wurde. Es ist nicht 
glaublich, dass das opus reticulatum hier sichtbar bleiben sollte; ohne Ziveifel 
sollte das Grab eine Quaderbekleidung, wahrscheinlich aus Travertin, erhalten, 
zu der wohl die rechts und hinten an den Kern angesetzten, aber weder genau 
an einander gepassten noch behauenen Blöcke dienen sollten. Vielleicht gingen 
auch hier den Erben die Mittel aus, um den Bau in der beabsichtigten Groß- 
artigkeit durchzuführen; denn das Mauerwerk trägt nicht den Stempel der 
letzten Periode. In dem viereckig ummauerten Platze 10 hat man das zu dem 
eben besprochenen Grabe gehörende Ustrinum erkennen wollen, doch steht 
dem die Gesetzesbestimmung entgegen, dass ein Ustrinum mindestens 500 
Schritt von der Stadt entfernt sein musste (vgl. Anm. 183). Es wird wohl auch 
dieses ein angefangenes Grab sein. 
Wir wenden uns jetzt zurück auf die andere Seite der Straße, zu dem 
jüngsten Theil der Gräberstraße, welcher mehr und besser erhaltene Monu- 
mente darbietet. Gleich das erste derselben, 11 auf dem Plane, ist von be- 
trächtlichem Interesse. Es ist ein durch eine giebelgekrönte Thür über drei 
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Fig. 210. Triclinizem funebre. 
Stufen betretbares, rings ummauertes , aber 
die Leichenmahl e , welche den Schluss 
unbedecktes Triclinium für 
der Bestattung bildeten , erbaut
        

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